Ausser „Enter the Dragon“ vermag wohl kein Kampfsportfilm durch seine Qualitäten noch mehr zu beeindrucken als „Bloodsport“ es tut. Muss man sich bei ach so vielen anderen Titeln über unrealistisch bis lächerlich wirkende Kämpfe oder schlichtweg unbegabte Akteure ärgern, werden hier sämtliche Erwartungen erfüllt, wenn nicht noch übertroffen, obwohl der Film ansonsten nur wenig mehr bieten kann: Neben der simplen und leider auch etwas vorhersehbaren Handlung hat der Regisseur seinen Darstellern anscheinend keine grosse schauspielerische Leistung abverlangt, was sich vor allem für Van Damme ausgezahlt haben dürfte. An Humor gibt es nur eine kleine Prise und für Leah Ayres, die quasi das erotische Element mit sich bringt, heisst es: „Mit Reizen stets geizen!“. Auf all dies kommt es bei einem solchen Film aber auch gar nicht an (besagte Dinge werden in aller Regel bewusst knapp gehalten), zumal der eigentliche Hauptteil dann in den Hintergrund treten würde. Wie es sich für einen echten Martial-Arts-Movie gehört, setzt „Bloodsport“ ganz auf seine Kampfszenen, und das mit vollem Erfolg: In einer farbenfrohen, helligkeitsarmen Inszenierung, die eine sehr düstere, nur zu angemessene Atmosphäre erzeugt, wird der Zuschauer mit einem Feuerwerk ausserordentlich realistischer und spektakulärer Vollkontakt-Duelle eingedeckt, die von nicht minder professionell agierenden Kampfkünstlern ausgetragen werden. Kein Wunder, hat doch der Mann, der selber einst solche Wettkämpfe bestritt und auf dessen Leben die Story des Films basiert, sich sowohl als Koordinator wie auch als Trainer betätigt. Somit darf insbesondere Van Damme mit einigen interessanten Moves daherkommen, die er in keinem seiner späteren Werke mehr zum Besten gab. Auch Bolo Yeung überzeugt kämpferisch genauso wie mimisch in der Rolle des Chong Li. Abgerundet wird das Ganze durch eine gute musikalische Untermalung und ansehnliche Hong Kong-Aufnahmen, so dass auch zwischen den Fights keine Langeweile aufkommt.
Fazit: Ein unvergesslicher Klassiker, der in seinem Genre immer zu den absoluten Höhepunkten zählen wird.