Kommen wir nun zu einem Film, der zu meinen engeren Favoriten gehört. Ich kann über Bloodsport so Vieles sagen, doch ich weiß nicht ob das ausreicht, um zu zeigen wie sehr ich diesen Film liebe. Diese Kampfsport Perle ist nicht nur der große Durchbruch von, meiner Meinung nach immer noch völlig unterschätztem, Jean Claude Van-Damme und selbstverständlich auch der beste Film den er je gemacht hat, sondern er ist für mich auch der beste Kampfsport-Film den es überhaupt gibt. Aber was macht diesen, zugegeben einfach gestrickten, Martial Arts Film so besonders? Nun den hohen Kult-Faktor hat er mit Sicherheit durch Van Damme bekommen. Zudem prahlt dieser Film nicht von billiger Effekthascherei, wie es in den meisten Kampfsportfilmen der Fall ist. Wir bekommen auch keinen richtigen Schurken zu sehen, der irgendwie mit Waffen rum ballert. Ja, es sterben auch kaum Leute in diesem Film, ein Tod bekommt man nur direkt zu Gesicht um genau zu sein. Und da liegt genau der Knackpunkt. Bloodsport tritt das Kampfsport-Genre zu keiner Zeit mit den Füßen, er übertreibt mit den Kampftechniker nie so wie andere Filme dieser Art. Noch dazu bekommen wir einen bombastischen Soundtrack geboten, welcher schon sehr stark an den grandiosen Rocky Soundtrack erinnert. Da in diesem Film der Kampfsport im Vordergrund steht darf man hier natürlich keine tiefsinnige Story und auch keine spektakuläre Schauspielkunst erwarten. Doch das ist bei so einem Film auch zu keiner Sekunde wichtig. Wir bekommen nette Charaktere geboten, die sich wiederum mit nicht so netten Charakteren duellieren müssen. Besonders hervorheben möchte ich hier Bolo Yeung als Chong-Li, der eine wirklich unheimlich Atmosphäre ausstrahlt. Ich habe selten einen Asiaten gesehen, dessen Stimme und dessen Grinsen mir so einen großen Schauer über den Rücken laufen lässt wie bei Bolo Yeung. Donald Gibb als Jackson ist auch sehr sympathisch. Er ist definitiv die witzigste Figur in diesem Film und sorgt für den Ein oder Anderen, wenn auch teilweise sehr platten, Lacher. Achja und man darf hier einen noch etwas jungen Forrest Whittaker als eine Art "Feldeintreiber" bestaunen, der anfangs ziemlich unsympathisch wirkt, aber gegen Ende dann eigentlich sich positiv umschwenkt. Meine Empfehlung geht gerade raus an alle Martial Art und Kampfsport Fans, wobei ich glaube, dass die Meisten, die eher auf dem Stil "Kung Fu Hustle" stehen, eher gelangweilt sein könnten. Klar ein paar kleine Kämpfe sind auch hier unrealistisch, doch zeigt meiner Meinung nach kein anderen Film dieser Art, wie schön Kampfsport eigentlich aussehen kann.
Fazit : Die Geburt eines neuen und relativ umstrittenen Action-Stars. Klar an der hohen Wertung (von mir) ist zum größten Teil der Kult - und Nostalgie-Bonus schuld. Trotzdem liebe ich diesen Film und das, obwohl ich mit Martial Arts kaum was anfangen kann. Ein Film der auch nach dem 20mal sehen nicht langweilig wird, zumindest war es bei mir so. Achja bevor ich es vergesse : AUF KEINEN FALL die Fortsetzung anfassen, die sind nämlich mega schlecht! Einfach so tun, als würde es keine Fortsetzungen geben.
9,5/10