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Roger Cobb ist ein bekannter Horrorschriftsteller der seine beste Zeit hinter sich zu haben scheint. Er hält sich mit Autogrammstunden über Wasser und plant ein neues Buch - über seine Zeit in Vietnam. Genau das, was das Publikum zurzeit überhaupt nicht interessiert. Das interessiert Cobb jedoch nicht. Ihm ist gerade alles egal. Seine Frau hat ihn verlassen und sein Sohn ist auf mysteriöse Weise im verschwunden, als er zu Besuch bei seiner Tante war. Eben diese ist kürzlich freiwillig aus dem Leben geschieden, nachdem sie sich in ihrem Haus an einem Strick erhängte. Cobb braucht ruhe und auch ein wenig Luftveränderung, daher beschließt er, zunächst einige Zeit in dem alten Haus - sein Erbe - zu wohnen.

House hab ich als Jugendlicher geliebt, aber das alte Liebe auch rosten kann, ergibt bei neuerer Betrachtung leider nur noch das Prädikat gut. Sich dem Horror auf eher komödiantische Art zu nähern kam in den 80ern ja langsam in Mode und so produzierte Freitag der 13. Schöpfer Cunningham seine nicht ganz ernst gemeinte Version des klassischen Spukhauses.
In dessen Besitz kommt ein etwas ausgelaugter Autor, der hier die Ruhe erhofft seinen Roman mit den eigenen Erinnerungen zur Vietnamzeit zu schreiben, doch mit Ruhe ist nicht viel in dem alten Schuppen, was schon seine Erbtante durch Strangulation kenntlich machte. Da stören der tapsige aber neugierige Nachbar ebenso wie Cops mit Toilettenbesuchswunsch, schlimmer wird's aber dann, als seine Ex als Monster erscheint, der Wandtrophäenfisch ein Eigenleben entwickelt oder fliegende Gartenwerkzeuge an die Badezimmertürklopfen. Richtig brenzlig aber kommts, als der Ex-Army Kumpel, Traumalieferant und Hauptfigur des neuen Buchs sich in Zombieform manifestiert und Stunk macht.
All die verrückten Konstellationen ergeben dann immer noch einige gute Gags über die man immer noch lachen kann. Mit "Bull" und "Norm" sind auch zwei bekannte Comedy Veteranen in Nebenrollen Garanten für gute Laune. Auch die handgemachten Masken und Effekte sehen für 1986 richtig gelungen aus und drei Sequels sprechen sicher auch für den Unterhaltungswert von House. Klar, manche Passagen sind längst nicht so flüssig wie der Rest, aber das Gros macht immer noch Laune.
7/10

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