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Adam McKay (ANCHORMAN, THE BIG SHORT, VICE) ist nicht gerade für seinen subtilen Stil bekannt. Aber im Falle dieser Weltuntergangssatire ist das vielleicht sogar ganz gut, man hätte den Film sonst womöglich für eine Dokumentation halten können.

Die Story der warnenden Wissenschaftler (ein süß zurückhaltender Leonardo DiCaprio und eine dauerschlechtgelaunte Jennifer Lawrence mit rotem „Mullet“), die trotz unwiderlegbarer Fakten weder in der Politik noch in den Medien angemessenes Gehör finden, ist angesichts von Klimakatastrophe und Coronaleugnung deprimierend nahe an unserer Wirklichkeit und man schwankt beim Betrachten des Films immer wieder zwischen Beklemmung und bitterem Auflachen.

Zu real sind politischer Fokus und medialer Verwertungszirkus portraitiert und auch wenn manche Figur (Streep, Blanchett, Hill) ins Grelle überzeichnet ist, denkt man sich ein ums andere Mal, dass es genau so ablaufen würde, wenn nicht die schleichende Klimaveränderung oder ein unsichtbares Virus sondern ein riesiger, sich am Himmel bereits abzeichnender Komet, das Leben auf der Erde zeitnah beenden würde: Es würden sich garantiert Menschen finden, die sich schlichtweg weigern würden, hinzusehen.

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