Wer das Oevre von Amateurfilmer Andreas Schnaas kennt, der weiß, was auf einen zukommt: Ein billiges Filmchen mit mehr Blut als Verstand. "Kalte Tage", ein Kurzfilm, in dem Schnaas nur als Darsteller mitwirkte, hat ähnlich niedrige Qualitäten.
"Kalte Tage" erzählt die substanzlose Geschichte eines Mannes, welcher zwei Frauen quält und anschließend tötet. Dabei offenbart der Film nie irgendwelche Fähigkeiten der amateurhaft agierenden Darsteller. Des Weiteren wird das Stilmittel der eingeblendeten Texttafel - ähnlich dem Stummfilm - in seiner Vielzahl schon nahezu aufdringlich bemüht. Obwohl Regisseur Carl-Heinz Geisendorf sichtlich um eine düstere Atmosphäre bemüht war (man denke nur an die wabernden Nebel in der Straße), vermag selbige durch die verwackelte und unscharfe Amateurfilm-Optik nicht so recht aufkommen. Und auch wenn die melancholisch-triste Musikbegleitung dem kruden Mix aus Thriller, (Doku-)Drama und Splatter durchaus so etwas wie Intensität einhaucht, will sich eine Botschaft nicht so recht manifestieren.
Fazit: Wie der Vorspann schon verspricht: "Kalte Tage" ist eine Jugendsünde. Bluttriefend und mit einer fragwürdigen Intention gelingt es diesem Amateur-Kurzfilm nie wirklich, den höher budgetierten Shorts inszenatorisch und in Sachen Ideen das Wasser zu reichen. Gorehounds kommen auf ihre Kosten, Normalzuschauer dürften mit diesem mäßigen Filmchen jedoch so ihre Probleme haben.