Review

Entertainment District Arc (Staffel 2.5) - 9,5/10

Mehr als nur Unterhaltung!

Nachdem mich Anfang dieses Jahrzehnts die erste Staffel von „Demon Slayer“ und dann nochmal mehr der „Mugen Train“-Kinofilm als unvergessliches Erlebnis voll in ihren Bann geschlagen haben, zu den fünf besten Animes zählen, die ich je gesehen habe, bin ich leider selbst bei dieser absoluten Ausnahmeanimeserie nicht direkt drangeblieben. Und dann verliert man manchmal schneller als man meint den Anschluss. Der Serienmarkt (und insbesondere der Animemarkt!) ist momentan einfach dermaßen hochfrequentiert und dicht, dass selbst die Besten manchmal durchrutschen. Doch nun pünktlich zum zweiten Kinofilm, der weltweit zum Megakinoblockbuster avanciert und den ich den kommenden Tagen unbedingt noch im Kino gucken möchte, hole ich natürlich noch die in den letzten Jahren verpassten Folgen bzw. Staffeln bzw. Arcs nach. Etwas verwirrt hat mich, dass es den „Mugen Train“-Kinofilm auch nochmal „extended“ als 2. Staffel mit sieben Episoden gibt, die ich jetzt nicht nochmal auffrischen werde, aber dann geht’s halt eben (offiziell in derselben Staffel!) mit diesem „Entertainment District Arc“ nahtlos weiter, der direkt nach den traumatischen Ereignissen im Mugen Train ansetzt und uns'ren jungen Dämonenjäger Tanjiro mitsamt Verbündeten in ein dämonenbesetztes „Vergnügungsviertel“ führt, wohin mehrere junge Mädchen aus einem unberührten Dorf entführt wurden… 

Freude, Fallen, Furore! 

Dieser „Entertainment District Arc“ braucht ein wenig um in die Gänge zu kommen. Zumindest nach Actionmassstäben. Zu Beginn bekommen wir erstaunliche lange, einige Folgen das Viertel und ein paar Figuren (weiter) vorgestellt. Und das erstaunlich freizügig, witzig, sexy und erwachsen. Damit hatte ich (trotz des Titels „Freudenviertel“) so gar nicht gerechnet, da auch unsere Helden (nicht nur in dieser Beziehung) immer recht unbedarft und kindlich erscheinen. Doch wenn sozusagen erstmal dieser „Ring“, diese „Arena gesetzt ist, dann kennt diese dritte Staffel „Demon Slayer“ kaum noch ein Halten. Mit einem Bösewichtduo für die Annalen! Daki und Gyutaro sind so mit das krasseste Tag Team in der kompletten Serie. Und wie dieser Fight inszeniert wird, immer und immer und immer wieder einen darauflegt, schockiert, überrascht, mit was für einer Kreativität, Härte und Unberechenbarkeit… das ist schon Anime-Hall of Fame durch und durch. Spätestens danach ist man voll drin im „Demon Slayer“-Kosmos. Das toppt für mich sogar nochmal den Mugen Train. Das ist schnell, das ist brutal, das ist teuflisch gut. In solchen Phasen, Momenten und Episoden erinnert mich „Demon Slayer“ dann an eine furiose Mischung aus „Ninja Scroll“, Soulslike und „Dragon Ball Z“, die das komplette Medium auf ein neues Level hievt. Eine Schlacht für die Ewigkeit, die kaum getoppt werden kann. Und die diese Staffel 3 für mich insgesamt zu einem der Höhepunkte der gesamten Serie macht, nochmal den Zusammenhalt unserer Truppe unterstreicht und die Boshaftigkeit der Antagonisten (samt meist berührender Backstory!) ebenso. Schlicht eine neue Benchmark für mich. 

Jetzt bleibe ich dran! 

Fazit: sexy, saulustig, schön und schnittig… Dieser Distrikt ist (trotz minimaler Stotterer zu Beginn) eine wahre Freude, eine Wucht und top Fortführung der jetzt schon legendären Saga! (9,5/10)

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