Review

Kazak Attak


Genau wegen solchen kleinen Genreentdeckungen geht man auf's Fantasy Filmfest! Gerne mehr so'n Zeug aus good ol' Kasachstan. Ein werdender Papa zieht gestresst und zerrissen kurz vor der Geburt mit seinen zwei Schulfreunden in ein verplantes Angelabenteuer. Klischeehaft amt Sexpuppen und Bier. Doch schnell kommt es im entlegenen Hinterland der kasachischen Steppe zu Begegnungen und Missverständnissen der brutalen und witzigen Art. Mit Gangstern, Hinterwäldlern, der eigenen Männlichkeit und Courage…

Solche ausländischen Horrorherzchen kauft nicht selten Netflix und dort versauern sie dann. Schön, dass es bei „Sweetie, You Don't Believe“ (noch) anders ist. Authentische Buddies. Erstaunlich gelungene Splattereien. Komik, die mein Humorzentrum meist gut getroffen hat. Kurz, knackig, sich selbst genau bewusst was er ist. Kasachischer Musikmix, von Trip Hop bis Volksmusik. Ich war am Nicken, am Lachen, am Jubeln und kaum am Durchatmen. Die Balance seiner zwei Genres stimmt auffällig gut. Seine exotische und ungewöhnliche Herkunft kommt ihm nur zu Gute. Chaotisch, kurzweilig, charmant. Pipihumor. Aber auch Schlaueres. Und auch wenn er sicher nicht die Backwoodhorrorwelt neu erfindet, kann ich ihn einfach uneingeschränkt empfehlen für einen feuchtfröhlichen Feierabend. 

Fazit: eine wundervolle kasachische Entdeckung und ein sympathischer Genrespass zwischen „Hangover“ und „Hills Have Eyes“. Liebe! 

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