Review

Eine Gruppe von Frauen bricht mit dem Wissen über einen vergrabenen Schatz aus dem Gefängnis aus. Am Schatzort angelangt müssen sie feststellen, dass sich dort eine Truppe von Männern breit gemacht hat und es kommt zum tödlichen Gerangel zwischen den Geschlechtern.

"Mörderische Frauen" ist einer solcher Filme, in denen im Grunde genommen nicht viel weltbewegendes passiert und die auch nicht gut umgesetzt wurden, die ich mir aber gerne an einem Sonntagnachmittag zum entspannten Abschluss eines Wochenendes auflege.
Der Film beginnt wie ein üblicher "Women in Prison"-er inklusive Gewalt unter den Häftlingenerinnen und sexuelle Nötigung durch die Aufpasserin, nur dass es in dieser Umsetzung aus Mexiko wesentlich gesitteter zugeht als beispielsweise bei den Eskapaden eines Jess Franco. Danach brechen die Mädels aus und es beginnt die Suche nach der Schatzkarte, wobei jede der Flüchtigen einen Teilhinweis bekommen hat und sie so gezwungen sind zusammenzuarbeiten. Dieser Part wurde leider recht zügig abgehandelt, hält aber eine Lachfaktorszene parat, als eine schwer verletzte Dame den Mädels ihren Hinweis auf die Schatzfindung Preis gibt und von einem Moment zum anderen plötzlich ganz alleine im Wald liegt und dort zurückgelassen wird. Danach kommt dann der Haupteil des Films, nämlich die Suche nach dem Schatz mit all den Reibereien zwischen Weiblein und Männlein. Hier gibts abwechslungsreiche Konflikte mit einigen Toten, schöne Naturschauplätze in Form eines Strandes mit der dazugehörigen Flora und Fauna, viel nackte Haut, wobei die Akteure mit zunehmender Laufzeit an verstärktem Textilverlust leiden, aber auch manch eine Länge, vor allem wenn die Mädels über die ach so schlechte Männerwelt sinnieren und die Motive für den Knastaufenthalt erläutert werden.
Die Figuren bleiben hierbei oberflächlich. So sind die Männer durchweg Säufer, Schläger, Prolls, dick oder schwul und die Frauen enttäuscht vom Leben und erbost über solche Männer. Dem entsprechend haben die Darsteller nicht viel darzustellen und eine Bewertung ihrer Leistungen lasse ich aus.
Auch wenn es einige Tote zu verzeichnen gibt, ist der Blutgehalt des Films minimal, so dass die Effektezauberer in diesem Bereich nicht viel zu tun hatten, aber manch einen Kopfschuss finde ich auch ohne großes Kunstblutvergießen wirkungsvoll umgesetzt.
Sehr gut gefällt mir neben dem Strandschauplatz mit den dazugehörigen Hüttenbauereien, Wasserplanschereien und Früchtenaschereien die musikalische Untermalung, die zwar insgesamt aus höchstens drei Stücken besteht, aber gut zum Geschehen passt und angenehm einfach und ohne großes Brimborium ausgefallen ist.
Zum Schluss möchte ich noch von meiner Lieblingsszene berichten, die alleine schon zu einer Aufnahme in die cmv Trash Collection berechtigt. In dieser wird eine Frau vergewaltigt und lässt folgendes verlauten: "Wie du mich ankotzt. Dabei wärst du Bringer mein Typ. Wenn du mich darum gebeten hättest, aber doch nicht so...". Ich habe sehr gelacht!

Insgesamt ist dies sicher kein guter Film, doch kann man mit ihm Spaß haben, wenn man keinen Anspruch erwartet und über die ein oder andere Länge hinwegsehen kann.

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