Eines Nachts, es ist regnerisch und kalt, schaue ich mir "Young Adam" im gemütlichen Kino an und bin begeistert. Ich bin so gerührt von dem Film, dass er mich zum Weinen bringt, weil er genau ist wie er sein sollte und wie ich mich gefühlt habe.
Aber zurück zum Anfang.
Zugegeben: ich bin (stolzer!) Ewan McGregor-Fan und habe schon sehnsüchtig auf seinen neuen Film gewartet. Als ich dann erfuhr, dass es sich bei "Young Adam" um eine Verfilmung eines Romans von Beat-Autor Alexander Trocchi handelt, war ich überglücklich. Dann folgten immer mehr lustige Infos... David MacKenzie, David Byrne...
Und irgendwann saß ich dann im Kino und war noch glücklicher als zuvor, aber auch traurig und deprimiert. Und diese Mischung gefällt mir unglaublich gut. Ich empfehle jedem diesen Film; jedem, der weiß, was es heißt einsam, gescheitert, verliebt, leidenschaftlich und zielstrebig zu sein. Der Film ist in seiner Machart und Handlung sicherlich nichts besonderes, aber mein Gott, Leute, manche Seelen wird er sicherlich zum Lächeln bringen.