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Gigli, ein Kleinganove aus Los Angeles, bekommt den Auftrag, den behinderten Bruder eines Staatsanwalts zu entführen. Der Versuch schlägt fehl und Giglis Auftraggeber sucht bei der smarten Kriminellen Ricki Hilfe. Bei der Zusammenarbeit kommen sich Gigli und Ricki allmählich näher, was sich für den Coup zunächst als keinesfalls dienlich erweist.

Das Projekt des Bennifer Paares (jedenfalls zum damaligen Zeitpunkt) wurde 2003 ja mit ebensoviel Häme wie mit goldenen Himbeeren überhäuft und das meiner Meinung nach nicht ganz zu unrecht. Die Story wirkt ein wenig wie ein mit heißer Nadel gestrickter Mix mit Elementen aus Pulp Fiction, Thursday und der Entführung der verrückten Mrs. Stone, ohne allerdings einen roten Faden zu haben.
Das unsere beiden Protagonisten sich mit der mental schwächelnden Geisel anfreunden und trotz des Lesbischseins von Ricky am Ende ein paar werden läßt sich schnell erahnen, die Frage ist da eigentlich nur noch, wie wird der Weg zu diesem Ziel dargestellt und da liegt der Hund begraben.
Zunächst mal ist der Ablauf von Gigli einfach viel zu geschwätzig. Es war wohl geplant coole, freche und intellektuelle Verbalschlachten der beiden Hauptfiguren zu scripten, heraus gekommen ist aber meist nur dummes Geschwätz. Das ganze Gerede über genitale Pros und Kontras von Mann und Frau ist weder lustig noch pfiffig. Dazu das ganze Feministen-Geblubber von Miss Lopez, da muß man ab und an einfach die Stummschaltung auf der Fernbedienung aktivieren.
Die Darsteller vollbringen ebenfalls keine Heldentaten. Gut, wir reden hier über Affleck und Lopez, aber selbst die hat man schon engagierter gesehen. J-Lo gefiel mir hier sogar besser. Da helfen dann auch die Gastauftritte der alten Haudegen Christopher Walken und Al Pacino kaum weiter. Einzig Justin Bartha gefiel mir wirklich gut und über seine Lines konnte man auch mal lachen. Immerhin kann man Gigli zu Gute halten, das er die Situation nicht auch noch für Behindertenwitze ausnutzte.
Einen kleinen Unterhaltungswert kann man dem Film nicht absprechen, aber mehr auch nicht. Für seine lange Laufzeit gibt es einfach kaum wirkliche Highlights geboten. Muß man wirklich nicht gesehen haben.
3/10 

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