Review

Story:
Als sie bei einer Geiselnahme versehentlich eine Geisel anschießen, ist die S.W.A.T.-Karriere der Polizisten Jim Street (Colin Farrell) und Brian Gamble vorbei. Beide werden suspendiert, Street landet später im Büro, was seine Freundschaft mit Gamble zerstört. Jahre später sucht S.W.A.T.-Squad-Leader "Hondo" Harrison (Samuel L. Jackson) für sein Team noch einen Mann und wählt Street aus, nicht zuletzt um dem Polizeichef Fuller eins auszuwischen. Street hat zunächst Probleme, sich in das Team einzufühlen, aber als es schließlich darum geht, einen Drogenboss ins Gefängnis zu überstellen, sind alle Reibereien vergessen. Der Drogenbaron hat nämlich eine Millionenprämie auf seine Befreiung ausgesetzt und die wollen sich einige verdienen. Und leider ist auch im S.W.A.T.-Team jemand, der die Prämie höher schätzt als seine Berufsehre...


Kritik:
S.W.A.T. ist ein mit Stars besetzter Actionfilm, der vor allem Freunde von wüsten Schießereien, wilden Verfolgungsjagden, lauten Explosionen und coolen Sprüchen gut unterhalten wird.
Besonders gut hat mir dabei das Zusammenspiel von Samuel L. Jackson und Colin Farrell gefallen. Die Mimik, Dialoge und die wirklich coolen, lässigen Sprüche passen perfekt zu ihnen und machen einen Großteil des Unterhaltungswertes dieses Films aus. Die beiden sind auch eigentlich die Hauptcharaktere, so dass teils die anderen S.W.A.T.-Mitglieder wie LL Cool J und Michelle Rodriguez etwas zu kurz kommen. Insgesamt machen die Darsteller ihre Sache ganz gut, aber ausgesprochene schwierige Rollen sind hier auch nicht zu spielen.

Der Film beginnt direkt mit einem Einsatz und mit dem Ergebnis wird die eigentliche Handlung dann ins Rollen gebracht. Nachdem S.W.A.T.-Veteran Dan „Hondo“ Harrelson (Samuel L. Jackson) sein neues Team inklusive dem zum Waffenmechaniker und Schuhputzer degradierten Jim Street (Colin Farrell) zusammengestellt hat, wird sich noch viel Zeit für die Charaktere und dem S.W.A.T.-Training genommen. Der erste richtige Einsatz erfolgt dann erst nach über einer Stunde Filmlaufzeit. Das hatte ich gar nicht von so einem Action-Streifen erwartet, tut dem Film aber gut, da die restliche Handlung doch sehr geradlinig und wenig innovativ ist. Viele Klischees werden bedient, auch auf die Action-Szenen zeigen leider herzlich wenig Neues. Zwar rummst und explodiert schon einiges, aber alles hat man auch schon mal irgendwo gesehen. Besondere eigene Stilmittel oder eine bemerkenswerte Kameraführung sucht man vergeblich. Es wirkt irgendwie alles ziemlich standardmäßig für einen Hollywood-Action-Streifen.

S.W.A.T. hätte ein wirklich packender Action-Thriller werden können, verschenkte jedoch leider einiges an Potential, da gute Ansätze wieder durch eine geradlinige Standard-Action-Story fallen gelassen wurden. S.W.A.T. ist wahrlich kein schlechter Film, aber zu einem richtig guten fehlt ihm dennoch einiges. Für einen leichten Heimkino-Nachmittag am Sonntag wurde ich aber doch ganz gut unterhalten.

Film: 6/10

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