Review

New Boreleans


„Black As Night“ ist Amazon Primes Gegenstück zu Netflix' „Vampires vs. The Bronx“ und erinnert auch unfreiwillig an „Vampires In Brooklyn“ und natürlich absichtlich an „The Lost Boys“. Was ihr mit den Infos und den Vergleichen, Einordnungen anfangt, ist euch überlassen. Ich kann euch nur sagen, wie ich diesen von Blumhouse zu Halloween ins Streamingtagesgeschäft abgeschobenen Blutsaugerbullshit finde. Und worum es geht: ein junges, schwarzes Mädchen in New Orleans, die eines nachts von obdachlosen (?) Vampiren gebissen wird und von da an den nachtaktiven Beißern mit leuchtenden Augen den Kampf ansagt…

„Buffy“ in afroamerikanisch, in uninspiriert, in lahm, in politisch zu korrekt und in zu young adult'ig. So könnte man „Black As Night“ auch beschreiben. Und man darf diese popkulturellen Vergleiche durchaus anstellen, da der Film selbst viele davon anschneidet. Ich sage nur „Wesley Snipes mit schönen Augenbrauen“. Nur leider sind seine Anspielungen und Hommagen auch schon mit das Unterhaltsamste, was der blutleere Blumhouse'ler zu bieten hat. Selbstironie? Jein. Horror? Nein. Komödie? Nope. Style? Wenig. Gesellschaftskritik? Verschwommen. Score? Austauschbar. Sympathische Figuren? Ja, gerade noch so. New Orleans-Charme? Weniger als die Reste eines Jambalayas to go. Alles in allem, wenn man es gut meint, noch ein Lückenfüller. Für den hohlen Zahn. Kein „Fright Night“, nichtmal dessen Remake. Eher eine leicht lächerliche, zu jeder Zeit ungefährliche Einschlafhilfe. Zu viel hip, zu wenig igitt. Geil finde ich eigentlich nur die animierten Interludes. 

Fazit: nur zehn Minuten auf dem Mardis Gras sind spaßiger als dieser spätsommerliche Kampf gegen schwarze Vampire - „Black As Night“ tut vielleicht nicht weh, kann aber nur hartgesottensten Blutsaugerfans empfohlen werden. Und selbst das nur mild. 

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