Prominent besetzt ist die Chose ja mit Ryan Reynolds, Dwayne Johnson und Gal Gadot. Das macht aber keinen guten Film, schlimmer noch, die Figuren bewegen sich zwischen uninteressant und unsympathisch. Insbesondere Reynolds nervt mit zunehmender Zeit immer mehr, weil er einfach ungebremst das macht, was er immer macht. Beziehungsweise was man ihn machen lässt. Johnson spielt quasi auch nur seinen Standard runter und Gadot, die von den dreien am wenigsten Screentime hat, ergänzt eher das Bild, als dass sie darstellerisch glänzt. Die Teamchemie passt nicht, der Todesstoß für jedes Buddy-Movie.
Auch inhaltlich versucht man, über einiges hinwegzutäuschen. Die Hatz um die halbe Welt fühlt sich nie so großformatig an, wie es die in riesigen Lettern betitelten Schauplätze glauben machen wollen. Gleiches gilt für die Story, die sich für clever hält, aber durch jeden erneuten Twist nur weiter implodiert. Man leiht sich diverse Versatzstücke aus anderen Reihen wie den „Oceans“-Teilen oder auch etwas Indy, es will aber nie ein organisches Ganzes ergeben. Was auch an der Optik liegt, das Bild bleibt flach und artifiziell. Irgendwann war ich mir nicht mehr sicher, ob man für den Dreh überhaupt mal einen Fuß vor die Tür gesetzt hat. Die Effekte sind so lala, wobei insbesondere die Arenaszene nur furchtbar aussieht.
Aufgeblasener Content ohne Herz, rein auf die Namen kalkuliert, glatt, charakterlos und dabei nicht mal durchgehend kurzweilig, sondern sogar dank Reynolds zunehmend anstrengend. Da verschwende ich doch keine Worte mehr.