NuImage, bekanntlich Produktionsfirma von Millionen NoBudget-Actionheuler aus der C-Kategorie, um ihre Eigner Lerner/Davidson/Lerner schickt mal wieder eine spezielle Spezialeinheit in den Ostblock um böse Terroristen auszuschalten und nebenbei das Heldentum amerikanischer Soldaten zu würdigen. Das klingt nicht nur grottig, Story und Darsteller (inklusive cooler Ostblock-Mimik) besitzen die Aussagekraft eines Liegestuhls (fragt mich nicht warum), aber immerhin kann die Action überzeugen. Auf geht’s.
Zuerst zum Positiven. Die Story versucht (Gott sei dank) gar nicht erst, in Mexiko oder Umgebung zu spielen, sondern spielt in Tschetschenien. So passt die Optik also auch zum Handlungsort, was für eine NuImage-Produktion sehr lobenswert ist. Des weiteren ist die Action erstaunlich gut gelungen und in mehr als ausreichendem Maß vorhanden. Meine Erwartungen waren, da Mark Roper am Regieruder saß, sehr gering, die gute Action hat mich jedoch überzeugt. Der Mann kann was, man muss ihm nur etwas mehr Penunzen zur Verfügung stellen.
Jedenfalls kracht und bumbst es die vollen knapp 90 Minuten in Form von Schießereien und massenweise kleineren Explosionen, die Inszenierung ist auch gut gelungen.
Um nicht zu viel zu loben kommt nun das Negative. Darsteller sind mal wieder unter aller Kanone, vor allem die Ostblock-Statisten. Ebenso nervig der, sich in Grenzen haltende, Patriotismus, der ja inzwischen in jedem NuImge-Actioner zu finden ist. Storymäßig geht eher wenig, die Charaktere bleiben stereotypisch und das Geschehen vorhersehbar.
Positiv zu erwähnen wäre noch die recht gute Kameraarbeit, die mit netten Schwenkungen und Einstellungen für Abwechslung sorgt.
Fazit:
Trotz des nervigen „Aufschwung-Ost“-Treibens von NuImage erweißt sich „Marines“ als ein durchweg solide inszeniertes Machwerk mit anständigen Actionszenen, dass zwar in Hälfte zwei etwas nachlässt, aber trotzdem unterhält. Story und Schauspieler sind, wie gewohnt, unterdurchschnittlich.
Für Fans des Studios ein Muss, alle anderen können einen Blick riskieren.