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Bei dem Versuch, den Gangsterhäuptling Antonov zu fassen, entrichtet ein US-Kommando unter Leitung von Captain Everett ebenso reichlichen wie vergeblichen Blutzoll. Wochen später naht die Gelegenheit zur Abrechnung, als Everetts Männer an der Seite eines russischen Sonderkommandos Antonovs Hauptquartier in Tschetschenien zu stürmen gedenken. Ein Maulwurf in den eigenen Reihen droht das Kommando erneut scheitern zu lassen, doch diesmal sind die Marines auf der Hut.
Ach ja, wann lernen die Amerikaner eigentlich mal das ihre Soldaten auch ohne großen Pathos sterben dürfen, zumindest nicht in dieser Nu Image Produktion, wo Regisseuer Mark Roper diesen Job lieber den Russen zuteilt. Den mit diesen Kameraden darf sich die Marine Spezialeinheit rumschlagen um den fiesen Finsterling Antonov in ihre Hände zu bekommen.
Nu Image typisch wurde die ganze Angelegenheit preiswert auf irgendeiner bulgarischen Wiese gedreht, immerhin kon´nte das Budget noch einen Panzer und einige Militärfahrzeuge hergeben, aber im Grunde spielen nur ein paar Jungs im Grünen den Krieg nach. Die Action steht im Vordergrund und es wird reichlich geschossen, aber wirken diese Scharmützel eher zahm, als das das Sterben wirkungsvoll bebildert wird. Zu Beginn wird erstmal der Bösewicht in Bosnien attackiert, um dann die vergebliche Aktion in Tschetschenien effektiv zu Ende zu bringen. Roper gelingt es zumindest mit der Figur des russischen Kommandanten Kirilenko ein wenig Inspiration in die Sache zu bringen, aber ansonsten herrschen stereotype und austauschbare US Marines ohne besonderen Hintergrund vor.
Die Darsteller sind dabei ebenso nebensächlich wie die Charaktere die sie zu spielen haben, average faces die im Militärjargon rumbrüllen und ansonsten nur die Aufgabe haben ihre Waffe richtig herum zu halten. Zudem kommen oft die recht holprigen Schnitte in den Weg um ein zügigeres Fortschreiten zu gewährleisten.
So recht zünden mag die amerikanisch russische Kooperation nicht, aber für eine mäßige 1,5 Stunden Unterhaltung reichts gerade noch aus. Das Hirn kann man dabei getrost nach dem Intro in Urlaub schicken, denn Denkfunktionen sind hier nicht gefragt. Geboten wird einigermaßen solide B-Action mit viel Krawall und Bumm Bumm aber ohne viel Verstand.
4/10

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