Review
von Leimbacher-Mario
A Talkwork Orange
In diesem britischen Pärchenhorror wird ein freundschaftlicher Dinnerabend unsanft aufgebrochen - von giftiger Männlichkeit, von bösen Geheimnissen, von maskierten Eindringlingen…
„Barbarians“ ist typisches Nebenbeiguckfutter. Inselige Genreware, die sich einige Versatzstück eher schlecht als recht zusammensetzt und meint das reicht, meint damit durchzukommen. Ne, bei mir nicht. Weh tut er nicht. Das satirischen Intro hat was, auch die Querelen zu Tisch „unter Freunden“ in der ersten Hälfte. Das ist gut, das ist nett, das ist zumindest im Ansatz bissig. Das Thema „Männlichkeit“ mal wieder. Jedoch kann er spätestens ab seinem Home Invasion-Part dann nichtmal mehr einen Blumentopf gewinnen. Das ist nicht hart genug, das ist nicht überraschend genug. Interessante Dinge wie den womöglich übernatürlichen Stonehenge-Gedenkstein lässt er enttäuschend komplett links liegen, trotz eindeutiger Einführung. Die Männerfiguren sind ärgerlich ätzend durch die Bank und die Frauen bleiben beliebig, banal, blass. Figurenentwicklungen kommen plötzlich und nicht nachvollziehbar. Das Ende wirkt abgehakt und der ganze Film schockierend nichtssagend. In absolut jeder seiner Schubladen kann ich aus dem Stand fünf deutlich bessere Alternativen nennen. Und das kann kein gutes Zeichen sein. Stangenware - und selbst das mit Abstrichen. Der Score spielt eine Liga höher.
Fazit: ziemlich lahmer Home Invasion-Mix, der nichts auch nur ansatzweise ausspielt, was er anschneidet. Nicht „Carnage“, nicht „Pet Semetary“, nicht „The Strangers“. Enttäuschend.