Review

Last Night in Yolo


Nachdem Brandon Christensen mit „Z“ und „Still/Born“ zwei wirklich empfehlenswerte Halloweengrusler abgeliefert hat, die immer noch viel zu wenig Leute kennen, dreht er nun den übernatürlicheren Seiten des Genres den Rücken zu und liefert mit „Superhost“ einen modernen Home Invasion-Curveball zwischen „Creep“ und „Follow Me“ ab, in dem zwei Vlogger bzw. „Haus- und Hotelbewerter“ bei einer ganz besonders durchgeknallten Gastgeberin in einem abgeschiedenen Haus in Wald landen…

„Superhost“ geht nicht lang, das scheinheilige und gekünstelte YouTube-Pärchen gibt (trotz angedeuteter normaler Seiten) ein leichtes Ziel und Unsympathenteam ab. Gracie Gillam als weirde, unberechenbare und doch deutlich erbarmungslose Killerin ist eine Attraktion. Ansonsten bieten die knapp 80 Minuten mir aber bei weitem nicht genug, um hier in Jubeltiraden auszubrechen. Aber genauso wenig um einen Verriss zu starten. Ich sehe das viel mehr als einen kleinen Zwischenschritt für Gillam sowie Christensen. Schnell gedreht, leicht satirisch und zynisch, mit einer in Erinnerung bleibenden Antagonistin. Mehr aber nicht. Weder technisch noch spannungstechnisch lässt das die Nadel ausschlagen. Barbara Crampton sieht man zwar immer gerne, doch auch sie bekommt nahezu nichts zu tun, bevor sie (immerhin recht blutig und spektakulär) abtritt. 

Fazit: eher generische Female „Creep“-Version mit Influencer-Hate-Bonus und einer famos gespielten Psychopathin. Dennoch nur im Schnitt. 

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