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Größer, bunter, blöder: Das Sequel begeht alle Fehler des Vorgängers und verschlimmert sie nur noch. Wieder steht ausgerechnet das elipsenköpfige Töchterchen Wednesday im Fokus, während der Rest der Sippe zu Nebendarstellern verkommt, und im englischen O-Ton rattert Chloe Moretz ihre Texte dermaßen gelangweilt herunter, dass man sich eine Christina Ricci zurücksehnt. Eine hektische Reise quer durch die USA soll so etwas wie einen Inhalt vorgaukeln, doch einfach nur ca. alle 10 Minuten den Schauplatz zu wechseln und die Addams Family in irgendwelche neuen Kostüme zu stecken, das ersetzt noch keine echte Substanz. Selten hat man sich von der Vorlage, nämlich den bissigen alten Comicstrips mit ihrer Gothic-Eleganz, so weit entfernt. Alles ist zu sonnig, zu infantil und zu sehr auf eine möglichst breite, anspruchslose Masse zugeschnitten. Die Addams sollten nie als Babysitter herhalten müssen.