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Men at War, im wahrsten Sinne des Wortes...


Kriegsspiele on TV, das war schon immer Gang und Gebe und findet immer einen Absatz, sowie eine Fangemeinde, die auf grenzenlose Ballereien steht. James Nunn (nicht zu verwechseln mit James Gunn), bereits in Erscheinung mit diversen unspektakulären Filmchen getreten, versuchte auch mal so sein Glück und wollte Händchen beweisen für actionlastige Filmkost.

Ein Trupp Elitesoldaten soll eine CIA Agentin auf eine in Europa liegende Insel begleiten, die als Standort für ein amerikanisches Gefängnis, in dem Terroristen gefangengehalten werden, dient. Der Auftrag lautet, den Gefangenen Amin Mansur in die USA zu überführen, da er wertvolle Informationen über einen terroristischen Anschlag in den Vereinigten Staaten besitzt. Noch bevor es zum Abflug kommt, wird der Stützpunkt von einem invasiven Angriff terroristischer Söldner unter der Führung des kompromisslosen und brutalen Hakim Charef überrascht, die das Gelände einnehmen und Mansur mit allen Mitteln töten wollen. Der kleine Begleittrupp kämpft knallhart ums Überleben.

Klingt alles spektakulär? Ist es leider nicht! Der nicht allzu teuer budgetierte B-Streifen beginnt wie ein Verhörthriller mit Gefangenen a la Guantanamo, dient aber lediglich als Aufhänger für die nachfolgende Ballerschlacht, die das restliche Filmgeschehen beherrscht. Denn nach dem Überfall der schier unzählbaren Terroristenkämpfer aus nur einem LKW Transporter zählt nur noch der Modus Operandi: Schiessen, Stechen, Hauen in Dauerschleife und wie der Titel anmuten lässt, sollte das Stilmittel des Films sein, alles mit einer Kamera aus einer Hand ohne Schnitte zu filmen; scheinbar!

Das ganze ermüdet nach gewisser Zeit und hundert Tote später wirds leidlich. Spannung wird so kaum erzeugt, dem dünnen Handlungsfaden zu folgen, stellt wohl für niemanden eine Herausforderung dar und das Morden, morden, morden im Sekundentakt geht schnell an die Substanz, wird die Belagerung nicht so dramatisch in Szene gesetzt wie zum Beispiel bei einem "Assault in Precinct 13".

Auch wenn das Dauergefeuere Actionreichtum verspricht, so wird alles eintönig dargestellt; es gibt keine plakative Helden und tiefgründig analysierten Charaktere, mit denen man sich irgendwie identifizieren könnte, doch zumindest bleibt Scott Adkins auf dem Teppich und spielt nicht den unverletzbaren Kickboxkämpfer. Leider wirkt "One Shot" wie ein in die Länge gezogener 3D-Shooter in Videogameoptik. Das alleine steht halt nicht für Unterhaltung allererster Güte, sollte aber zumindest Ballerfans und Freunde von Brutalo Videogames erfreuen. Hier dient das Mittel dem Zweck!

Brutalo Shooter ohne Wenn und Aber, das wars dann aber leider schon. Der Rest ist nur heisse Luft um nix!


Ist die FSK:16 Freigabe gerechtfertigt? Ja ist sie; es geht hart und blutig im Dauermodus zur Sache! Es wird erschossen, erstochen und in die Luft gejagt, ohne Gnade!

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