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Der Navy SEAL-Commander Jake Harris und sein Team haben den Auftrag, die CIA-Analystin Zoe Anderson bei der Überführung des Gefangenen Armin Mansur aus einem auf einer polnischen Ostsee-Insel gelegenen Black Site-Gefängnis der Amerikaner nach Washington zu unterstützen, wo dieser zu dem Standort einer dreckigen Bombe befragt werden soll. Kurz nach der Ankunft der SEALs wird das besagte Lager jedoch von dem Söldner Hakim Charef und einem Bataillon schwerbewaffneter Soldaten gestürmt, die zu allem bereit sind, um zu verhindern, dass Mansur wichtige Details zu dem geplanten Terror-Anschlag ausplaudern kann. Harris und seine Leute haben nun alle Hände voll damit zu tun, ihren Schützling irgendwie am Leben zu halten und in den resultierenden Kampf-Handlungen nicht selbst den Löffel abzugeben... Für seinen mal echt akkurat betitelten B-Actioner "One Shot - Mission außer Kontrolle" hat es sich Regisseur James Nunn wirklich nicht leicht gemacht und eine "gehobenere" Art der Präsentation gewählt, die sonst eher arthousigen Dramen wie dem deutschen "Victoria" vorbehalten ist, denn die komplette Handlung spult sich da innerhalb einer einzigen, ununterbrochenen Einstellung vor dem Zuschauer ab. Okay, dass diese ellenlange One-Shot-Sequenz in der Manier von Hitchcocks "Cocktail für eine Leiche" mittels unsichtbarer Schnitte aus verschiedenen kürzeren Takes zusammengebastelt wurde, kann man sich da ja bereits im Vorfeld denken... aber die besagten Schnitte sind dieses Mal tatsächlich vollkommen unsichtbar und die Illusion deshalb perfekt. Das dadurch erzeugte Mittendrin-statt-nur-dabei-Gefühl lässt "One Shot - Mission außer Kontrolle" durchaus aus der breiten Masse ähnlicher Genre-Beiträge herausragen und alleine schon angesichts des an den Tag gelegten Könnens auf rein handwerklicher Ebene muss man vor den Machern doch definitiv den Hut ziehen. Die Inszenierung hat da auf jeden Fall mächtig Zug und gönnt einem wirklich keine Verschnaufpause, weswegen man da auch eher bereit ist, den gewohnt dünnen Inhalt zu akzeptieren, der da bestenfalls noch als olle Militärfilm-Variante der alten "Assault on Precinct 13"-Nummer daherkommt. Aber hey, if it ain't broke, don't fix it! Und inmitten des veranstalteten Tohuwabohus aus endlosem Geballer und ruppigen Fights, in denen es brutal-dreckig zur Sache geht, glänzt wie üblich Scott Adkins als Allround-Action-Held, dem man schon lange eine größere Karriere in der A-Liga Hollywoods neben Jason Statham & Co gönnen würde. Fazit: Als zeitgemäßes Update alter Cannon- oder Nu Image-Videotheken-Ware aufgrund der für seine Sparte inovativen Erzählweise vollauf gelungen und sehenswert!

7/10

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