iHaveCNit: Cyrano (2022) – Joe Wright – Universal
Deutscher Kinostart: 03.03.2022
gesehen am 08.03.2022
Kinopolis Main-Taunus-Zentrum – Kino 12 – Reihe 16, Platz 15 – 20:00 Uhr
Ganz ehrlich gesagt ist der Stoff des Theater/Musicalstücks „Cyrano de Bergerac“ bisher komplett an mir vorbeigegangen. Das ist durchaus eine interessante und frische Ausgangslage gewesen, als ich mir Joe Wrights Neuverfilmung „Cyrano“ mit Peter Dinklage auf die Liste gesetzt und schlussendlich auch gesehen habe.
Der körperlich beeinträchtigte Cyrano de Bergerac liebt die Lyrik und seit Ewigkeiten auch Roxanne, die jedoch mit dem Duke de Quiche liiert ist – dem Leiter der Garde, der auch Cyrano angehört. Als Roxanne jedoch durch Zufall auf den neu angekommenen, attraktiven Gardisten Christian Neuvilette trifft, ist es um Roxanne und Christian geschehen. Liebe auf den ersten Blick. Im Geheimen bittet Sie Cyrano als Vermittler zwischen den beiden Verliebten zu sein, ohne zu ahnen, welche Tragik dies für Cyrano bedeutet.
Joe Wright hat den Stoff als klassisch, historisches Drama inszeniert, dass auch aus rein visueller Perspektive sehr gut und üppig ausgestattet aussieht. Peter Dinklage hat eine durchaus engagierte und emotionale Performance anzubieten und auch ein paar der im Film enthaltenen Momente sind schon ergreifend und emotional. Jedoch wirkte das ganze erzählte Geschehen im Film sehr sprunghaft. Es muss nicht immer alles logisch sein, aber glaubwürdig und nicht behauptet sollte es schon sein. Und da ist diese sprunghafte Erzählung ein nicht unerhebliches Problem. Die Dynamik des ganzen Stoffes ist natürlich ein klassisch tragisches Liebesmärchen, dass es so in dieser Form nie in der Realität geben würde. Die Musikstücke und auch Tanzsequenzen sind auch mal mehr oder mal weniger gut in die Erzählung der Geschichte eingebunden. Insgesamt fand ich „Cyrano“ in Ordnung, aber so ganz warm bin ich mit dem Film dann doch nicht geworden.
„Cyrano“ – My First Look – 6/10 Punkte.