Review

Jungen haben einen Penis und Schwarzenegger hat den größten!

Anfang der 90er merkte Arnie vielleicht schon mindestens unterbewusst, dass die Zeit der ganz großen, maskulinen, ernst gemeinten Actionhelden vorbeigeht. Und da kam der augenzwinkerndere, familienfreundliche „Kindergarten Cop“ genau richtig, in dem er als Undercovercop in einem Kindergarten anheuert und eine ganz neue Formen von Stress und Prioritäten im Leben kennenlernt…

Herz am rechten Fleck… zwischen Malsachen und Pantoffeln!

„Kindergarten Cop“ wird bei den meisten glaube ich nicht in den „Schwarzenegger Bestenlisten“ landen. Zurecht, zu viel Geiles hat diese Legende abgeliefert. Aber immerhin auch nicht in „Arnie Floplisten“. Irgendwo dazwischen reiht er sich (auch bei mir) ein - eher jedoch zum Positiven pendelnd. Warum? Weil er seiner Zeit in gewisser Weise voraus war, weil er Trends gesetzt hat (s. Vin Diesel, Lundgren, Stallone, The Rock die allesamt ganz ähnliche Konzepte später umsetzten), weil er Krimi und Komödie (und sogar etwas Romantik) gut vereint. Weil dies als Mix überraschend funktioniert. Weil Arnie über sich selbst lachen kann (wenn auch noch nicht ganz so wie später beim noch besseren „Last Action Hero“). Weil man Arnie die Vaterfigur voll abkauft. Weil die Kids echt unverschämt süß, speziell und komisch sind. Und weil es etliche Szenen gibt, die einfach köstlich sind, wenn der „Terminator“ auf diese Rasselbande trifft und somit gegensätzliche Welten herzlich clashen. Es gibt einige kultige Zitate, als Einstiegsactioner ist alles nicht komplett weichgespült und die Bösewichte sind fies genug. Da spielt es kaum eine Rolle wenn er vielleicht insgesamt etwas lang geraten ist und damals Arnies alternde Actionfans sicher enttäuscht hat. Aber es war einfach Zeit für eine Änderung. Und „Kindergarten Cop“ ist eine allerliebste Auflockerung. 

Fazit: ein sympathisches Spiel mit Arnies Ruf, Actionklischees und den Erwartungen des Publikums… Unterhaltsam und süß. Ungefährlich und gut so! 

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