Ein neuer Anfang in einer neuen Stadt soll der verwitweten Zahnärztin Sarah (Kristy Swanson) und ihren beiden Töchtern Kilee (Brec Bassinger) und Chrissy (Madison Lawler) wieder eine neue Perspektive verschaffen nach dem tragischen Unfalltod ihres Mannes. Doch der Neubeginn erweist sich als ausgesprochen zäh, nachdem besonders Kilee gleich am ersten Schultag von einer intriganten Mitschülerin erpresst wird und Mama Sarah von einer eifersüchtigen Kollegin als unliebsame Konkurrenz wahrgenommen wird.
Die ca. 15-jährige Kilee versucht sich so gut es geht gegen die Mobbing-Attacken der älteren Mitschülerin Tina (Ashlee Füss) zu verteidigen, die ihr überall auflauert, steht dabei aber auf verlorenem Posten. Zu Hause jedoch will sie nicht darüber sprechen, da sie mit ihrer ca. 18-jährigen Schwester Chrissy, einer Sportskanone, ohnehin ständig streitet. Eine nachts in einem Schuppen des neuen Anwesens gefundene häßliche Puppe, aufgehängt an einem Strick, erweist sich in der Folge dann erstaunlicherweise als Verbündeter, denn als die neugierige Kilee im Internet nach einer Gebrauchsanleitung für die "Baby Voodoo Doll" sucht, findet sie tatsächlich Hinweise, mittels dener man seine Umwelt manipulieren kann: etwas Persönliches der betreffenden Person muß mit einer der beiliegenden Nadeln an der Puppe befestigt und ein diesbezüglicher Wunsch ausgesprochen werden. Klingt blöd, aber Kilee probierts gleich mal aus, erstes Testobjekt ist ihre Schwester, der sie Schmerzen im Bein wünscht, was prompt erfolgt. Nach diesem ersten Erfolg schließen sich weitere Voodoo-Wünsche an, die zwar in Erfüllung gehen, aber ungeahnte Folgen nach sich ziehen...
Wohl selten ist der Titel eines Films derart irreführend und deplatziert wie jener der US-Produktion Killer under the bed: Nicht nur, daß dort gar kein Killer vorkommt, ist auch unter einem Bett nichts zu finden. Stattdessen dreht sich alles um die Startschwierigkeiten einer 15-Jährigen, die mit den Widrigkeiten des Lebens zurechtkommen muß und dabei in kindlicher Naivität die Dienste einer mächtig bösen Voodoo-Puppe in Anspruch nimmt, dies aber schon bald bereut. Der Haken an der Sache ist nämlich, daß man (erfüllte) Wünsche nicht zurücknehmen kann...
Das insgesamt sehr brav abgedrehte Filmdrama um die junge Kilee schöpft das Potential, das solchen Verwünschungen innewohnt, allerdings kaum aus - allzu harmlos und herzensgut wünscht sich die kindliche Kilee nur Dinge, die ihre augenblickliche Situation verbessern sollen - bösartige Rachegelüste bleiben komplett außen vor. Daß auch diese Wünsche für reichlich Wirbel sorgen - wie z.B. der Klassenlehrer, den sie sich als Verbündeten wünscht und der sich daraufhin unsterblich in sie verliebt und ihr nachstellt - macht den speziellen Reiz dieses Films aus, der ohne Blut und weitgehend ohne Gewalt auskommt.
Trotzdem man das geringe Budget vor allem bei den wenigen Tricksequenzen bemerkt, sind die gezeigten Begebenheiten halbwegs logisch durchdacht und auch zu Ende geführt (der abgewehrte Angriff in der Ordination oder immerhin ein echter Officer nach Tinas merkwürdigem "Unfall"), was allerdings nicht heißt, daß sich nicht doch einige Logiklöcher eingeschlichen haben wie z.B. das merkwürdig teilnahmslose Verhalten von Mitschülern angesichts des übergriffigen Lehrers etc.
Die überaus häßliche Puppe mit dem wie eine verschrumpelte Kartoffel aussehenden Kopf, anfangs weiß, später dunkelbraun, ist dann allerdings eher zum Schmunzeln denn zum Gruseln, vor allem dann wenn diese zum Ende hin ein Eigenleben entwickelt und sich sogar, quiekende bis dumpfe Laute ausstoßend, bewegt und Erwachsene bedroht.
Fazit: ein rundum harmloser Film um eine junge Familie, die ungewollt in den Bann einer bösen Voodoo-Puppe gerät, diese Herausforderung jedoch - vorhersehbarerweise - schlußendlich bravourös meistert. Getragen von einer erfrischend natürlich aufspielenden Brec Bassinger in der Hauptrolle (die aufgrund ihrer kindlichen Naivität schnell die Sympathien auf sich zieht) ist Killer under the bed somit eher in die Kategorie Familiengerechtes Teenie-Drama mit Mystery-Einschlag einzuordnen: 5 Punkte.