Ja, also ich kann die Kritik von der Pate nicht unterstützen. Der Film ist einfach zu unrealistisch. Die Story ist ganz gut gemacht mit der Erfindung am Anfang und dem Börsencrash, das war schon ok. Aber das dann mit Pferderennen zu verbinden ist einfach zu schwach. Tobey Maguire passt irgendwie auch nicht in seine Rolle. Man versucht ja dem Zuschauer vorzuspielen, dass er ein dünner Junge ist, der sich übergibt, um erfolgreicher Jockey sein zu können. Aber in einer Szene sieht man, dass er durchaus muskulös ist und das passt einfach nicht. Und geboxt hat er vorher auch. Welcher dünne magersüchtige Jockey kann den boxen? Seabuiscit soll angeblich ein kleines Pferd sein, aber im entscheidenden Rennen mit diesem Warhengst sieht er dann genausogroß aus wie dieses angebliche Riesenpferd. Die Bilder von der Landschaft sind genial, sehr schön. Aber die Story macht diesen Film irgendwie kaputt, wenn er auch zeitweise ganz spannend ist. Aber wie gesagt, so unrealistisch. Als sich Tobey kurz vor dem entscheidenden Kampf sein Bein bricht, kann problemlos sein Freund als Jockey einspringen und gewinnt ein paar Wochen später mit einem fremden Pferd sehr deutlich gegen das vorher mit Abstand beste Pferd der Welt. Klaaaaaaaar! Und natürlich: Danach herrscht Lebensgefahr für Tobey als er wieder reiten will und trotzdem unterstützen ihn alle dabei. Was mich auch am Film nervte, war, dass er einer von denen ist, die krampfhaft versuchen, generelle Aussagen über das Leben in die Geschichte einzuflechten. In vielen Filmen wirkt das auch authentisch, aber in diesem einfach überhaupt nicht. Zum Beispiel wird dauernd gesagt: "Warum soll man ein ganzes Leben wegschmeißen, nur weil es beschädigt ist?" Der Urheber des Satzes will dann natürlich eine halbe Stunde später, dass Tobey nicht mehr reitet, weil er auf einem Auge blind ist. Insgesamt ein sehr durchschnittlicher Film, vor allem wegen der Story, aus der auch die guten Schauspieler nichts mehr machen können. Euer
Don