iHaveCNit: Das Schwarze Quadrat (2021) – Peter Meister – Port Au Prince Films
Deutscher Kinostart: 25.11.2021
gesehen am 28.11.2021
Arthouse-Kinos Frankfurt – Große Harmonie – Reihe 4, Platz 9 – 20:45 Uhr
Es wurde mal wieder Zeit für eine richtig gute deutsche Komödie und da kam mir Peter Meisters „Das Schwarze Quadrat“ gerade recht, der mich richtig amüsiert hat. Da er nicht nur toll inszeniert worden ist und ein großartig aufspielendes Ensemble bietet, sondern auch überraschenden Humor, skurrile und absurde Situationen und einen coolen, flotten Handlungsverlauf.
Vincent und Nils sind Kunsträuber. Nachdem sie Kasimir Malewitschs Gemälde „Das Schwarze Quadrat“ in Frankfurt geklaut haben, soll an Bord eines Kreuzfahrtschiffs die Übergabe stattfinden. Doch ein Mittelsmann verpasst die Übergabe wichtiger Boarding-Unterlagen, so dass beide gezwungen sind, vor Ort die Tickets und das Gepäck von 2 Gästen zu klauen, die sich als Imitatoren von Elvis Presley und David Bowie entpuppen. Während der jüngere Nils scheinbar Gefallen an der Elvis-Tarnung findet, missfällt die Bowie-Tarnung dem verkappten Maler Vincent,. Doch sie spielen erst einmal mit, bis ihnen das Gemälde aus der Kabine entwendet wird, da scheinbar mehrere Gäste sowohl von dem Gemälde an Bord wissen als auch daran interessiert sind. So sind beide auf die künstlerische Ader von Vincent angewiesen, ohne zu wissen, dass sie damit noch mehr Verwirrung stiften.
Das Gaunerstück ist unfassbar witzig und unterhaltsam geworden. Die Fokussierung der Handlung auf ein großes Kreuzfahrtschiff macht das ganze sogar fast zu einem Kammerspiel. Das Ensemble ist großartig. Angefangen vom Gaunerduo Vincent und Nils, die von Bernhard Schütz und Jacob Matschenz gespielt werden, von der Kunsthehlerin Martha – von Sandra Hüller gespielt, bishin zur Pianistin Mia - von Pheline Roggan gespielt – und vielen weiteren doch recht skurrilen Charakteren. Der Humor ist in seiner Situationskomik recht nuanciert und pointiert. Der Handlungsverlauf durchaus überraschend und interessant – aber auch sehr rasant und flott durch erzählt, so dass er extrem kurzweilig ist. Auch ganz interessant ist hier, dass sich die Handlung auch um ein reell existierendes Gemälde dreht. Da Kasimir Malewitschs Gemälde „Das Schwarze Quadrat“ schlicht ein Schwarzes Quadrat auf weißem Grund ist, setzt sich der Film auch durchaus ironisch mit der Kritik an dieser Form der Kunst auseinander und macht sie zu einem Element der Handlung. Insgesamt bin ich wirklich unterhalten worden und mir hat der Film richtig gut gefallen.
„Das Schwarze Quadrat“ - My First Look – 9/10 Punkte.