Review

Alexas böse Cousine


In „Aria“, dem alphabetisch ersten Titel der diesjährigen „Get Shorty“-Kategorie des Fantasy Filmfests, geht es um ein Pärchen in einem modernen Haus, bei dem vor allem der Herr nicht mit der titelgebenden, neuen Überwachungshard- und software zurecht kommt, die eine erstaunlich menschliche und gruselige Komponente zu haben scheint…

Alexa und Co. hören mit. Das ist uns allen klar - aber ziemlich egal. Von Anfang an war es das. Oder machen wir uns wirklich solche Gedanken wie der Protagonist in „Aria“? Ne, nichtmal ansatzweise. Dennoch ist es natürlich ein schönes, fast „Black Mirror“-artiges Gedankenspiel, dem Überwachungsnetzwerk einen menschlicheren und somit auch gruseligeren Anstrich zu verleihen. Das Ende ist eher Coitus Interruptus. Ohne eine abschließender Idee, einfach mal Stecker gezogen. Aber die meiste Zeit funktioniert „Aria“ mit seiner Aktualität, schwarzem Humor und pikanter Paranoia solide. 

Fazit: nah am Zeitgeist und unseren (nur auf dem Papier bestehenden) Sorgen zum Thema Überwachung, Privatsphäre und Technik. Spannend teilweise. Im Endeffekt etwas unausgegoren. Trotzdem guter „Get Shorty“-Start. 

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