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Es ist ja löblich, dass man verdienten Schauspielern am Ende ihres Lebens noch mal eine Einpersonenshow gönnt, zuletzt war da "Lucky" mit Harry Dean Stanton ein Beispiel dafür. Jetzt bekommt auch Tom Skerritt, mittlerweile auch schon 90 Jahre alt, die Bühne mit einer Hauptrolle würdig abzutreten. Blöd nur, dass es dieser Film ist, denn sonderlich gelungen ist er nicht. Und richtig ärgerlich wird es, wenn man einen Film als was anderes verkauft, als er ist. Dies ist kein Abenteuerfilm und genausowenig ein Thriller. Der Trailer war da doch sehr irreführend.
Dieser Film handelt von einem gebrochenem alten todkranken Mann, der mit seinem Leben abschliessen möchte und vor seinem geplanten Suizid unfreiwillig auf eine kleine Odyssee gerät. Dies ist auf traurig getrimmt, ist aber nur monoton und wenig berührend gelungen. Zu keinem Zeitpunkt kam bei mir Anteilnahme auf, alles war viel zu stereotyp gefilmt, echtes Interesse ist nie entstanden. Auch inhaltlich war mir das zu wenig, wie man es besser macht, zeigt z.b. "Ein Mann namens Ove".
Schade, dass Tom Skerritts Abschiedsvorstellung (mit 90 werden ja nicht mehr viele Hauptrollen kommen) so misslungen ist, denn an seiner Leistung lag es beileibe nicht. Auch die Naturaufnahmen sind wunderschön, retten den Film aber auch nicht.

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