*** SPOILERWARNUNG ***
Auch ein Roland Emmerich hat mal klein(er) angefangen. Bevor er ganze Städte oder Kontinente filmisch verwüstete, legte er mit „Das Arche Noah Prinzip“ seinen Abschlussfilm an der Filmhochschule vor. Und dafür sieht das schon alles ganz ordentlich aus. Optisch kann er, betrachtet man sich die Möglichkeiten, durchaus was bieten. Natürlich nicht auf Blockbusterniveau, aber gerade die Außenansichten wirken durch die Modellarbeit hochwertig.
Leider krankt der Film dafür an einer zu ausgewalzt erzählten Geschichte, nicht gerade geschliffenen Dialogen und Spannungsarmut. Die inhaltlichen Eckpunkte sind dabei durchaus interessant. Die Kontrolle des Wetters und die missbräuchliche Nutzung einer solchen Möglichkeit für andere Interessen hat was. Doch wird dies recht dröge vermittelt. Ab der Hälfte wird’s etwas besser, wenn der eigentliche Plan enthüllt wird. Doch insgesamt bleibt es behäbig inszeniert, selbst wenn das ganze Teil droht, in die Luft zu fliegen.
Die Darsteller können den blassen Charakteren keine ausreichende Tiefe geben, wobei dies dem Skript geschuldet ist, welches dies auch nicht gerade forciert. Da ist der Kniff, den Film als Rückblende zu erzählen, mitsamt Voiceover hier und da, schon gelungener. Solche Ideen werten den Film auf und was die Ausstattung angeht, wurde sich bemüht. Der Soundtrack wabert dazu unmotiviert durch die Szenerie.
Am Ende bleibt ein überwiegend unspannendes Regiedebüt von Emmerich, das optisch in Anbetracht der Rahmenbedingungen punkten kann, aber auch mit einer zu gedehnt erzählten Geschichte recht träge daherkommt.