Review

Es gibt Streifen aus Thailand, die durchaus Spaß machen. „Sars Wars“ ist ein gutes Beispiel dafür, dass der sehr spezielle Humor trotzdem bei einem breiten Publikum zünden kann.
Leider verhält es sich bei „Goodman Town“ komplett anders…

…was primär auf die chaotische und schlecht strukturierte Story zurückzuführen ist.
Schauplätze sind die Orte „Goodman Town“ und „Dark Town“, irgendwann in fernster Zukunft, nachdem die Menschheit nach einem Atomkrieg nahezu ausgerottet wurde.
So erinnert einiges innerhalb der Ödland-Kulissen an „Mad Max“ und zufällig heißt der Held auch „Climax“.
Dieser wurde nach einem Bankraub von seinen Komplizen hereingelegt und seit einer Explosion leidet er unter derben Erinnerungslücken, er erkennt nicht einmal seine Frau und sein selbsterbautes Heim.
Die Komplizen, die sich nach den vier Elementen benannt haben, wurden wiederum vom Boss in „Goodman Town“ angeheuert, um eine bestimmte Frau zwecks Heirat zu finden, da ihm ein Seher prophezeit hat, er habe hierfür nur vier Tage Zeit, ansonsten müsse er sterben.
Ferner versuchen ein paar Leutchen aus „Dark Town“ sich einen Tunnel zu „Goodman Town“ zu graben…

Klingt unübersichtlich und chaotisch? Ist es auch!
Dem Zuschauer bleibt kaum Zeit, einen Handlungsstrang zu verinnerlichen, schon prasseln die nächsten Fakten in Form von schrägen Figuren und schrillen Äußerungen auf einen ein. Da bleibt natürlich keine Zeit für Sympathieträger, so dass man nach 50 Minuten bereits die Nase voll hat.
Die wirre Erzählweise ist wenig gehaltvoll, denn trotz Einführung aller Figuren zündet kein Gag und vielmehr nervt die Tunte „Wasser“ mit Dauerquasselei.
Etwas Action kommt endlich nach fast einer Stunde auf und es wird geballert, was das Zeug hält. Handwerklich bediente man sich sogar einiger „Fast-Forward“-Einsätze, doch was nützen diese, wenn der Held als solcher nicht anerkannt wird…

Endzeitstimmung kommt genauso wenig auf, wie ein positiver Eindruck gegenüber den Darstellern, deren Synchro mit markanten Stimmen weitaus besser zu konsumieren ist.
Dazu eine Palette einfallsloser, metal-lastiger Sounds für den Soundtrack und fertig ist die enttäuschende Actionkomödie.
Handwerklich ist bei dem Regieneuling in Ansätzen Talent erkennbar, doch die wirre und wenig ansprechende Story vermag nur während der letzten Minuten zu unterhalten.
Mein Bedarf an Komödien aus Thailand ist vorerst gedeckt. Möge „Sars Wars 2“ mich eines Besseren belehren.
3 von 10 Punkten

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