Review
von Leimbacher-Mario
Night of the Cheaps
Thanksgiving- bzw. Black Friday-Infiziertenmash im Toymarkt. Seltsame Kometen verwandeln die eh schon gierigen Shopaholics in blutrünstige Monster. Die motivierte Belegschaft (inklusive „Ash“ höchstpersönlich) muss sich nun gegen das Chaos aus Blutfontänen, Eiterzombies, pulsierenden Kokons und Megarabatten erwehren…
Die Besetzung mit u.a. Michael Jai White ist in Ordnung bis gelungen. Ein Supermarkt bzw. Spielzeugladen bietet immer eine Menge Möglichkeiten für bunt-kreative Sauereien (die hier aber viel zu spärlich genutzt werden). Und die (zugegeben mittlerweile arg abgenutzte) Kapitalismuskritik passt zu diesem „Sparfeiertag“ natürlich wie die Faust aufs Auge. Und dennoch will bei „Black Friday“ der Funke nie genug überspringen. Zumindest ging es mir so. Richtig verärgert, enttäuscht oder gelangweilt hat mich das kurze und knackige Massaker zwischen Barbies und ferngesteuerten Autos zwar nie. Gesehen hat man das aber alles schon allzu oft. Und nicht selten besser. Da muss in einem solchen begrenzten Setting und Rahmen - erzählerisch sowie geistig - einfach mehr kommen. Mehr Saft. Mehr Kraft. Mehr Hast.
Fazit: im Grunde eine sehr basic Kaufhaus-„Zombie“-Komödie. Nicht mehr als ein Snack. Den auch Bruce Campbell leider nicht höher hinaus heben kann. Nichtmal ein spärlicher Neffe von „Dawn of the Dead“.