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Dem Robert De Niro müsste man für seine sorgfältige Rollenwahl in den zurückliegenden Jahren einen neuen Schmähpreis erfinden: so etwas wie die Güllene Gurke, der Dampfende Sauerkohl oder die Silbergraue Senilitätssträhne. Man sagt, Alter schütz vor Torheit nicht. Betrachtet man sich nur den beispielhaften Karriereverlauf dieses einst so respektierlichen Akteurs, muss man sogar feststellen, dass ein zunehmendes Alter und eine zunehmende Torheit sich doch viel eher noch zu bedingen scheinen. GODSEND ist also eine weitere Abwärtsstufe. Mitten im Kind-Im-Film-Debakel. In diesem Thriller um eine geklonte Göre, die – trara! – böse ist, irgendwie, spielt De Niro einen genialen Wissenschaftler, der seinen eigenen Verlust zu kompensieren sucht, indem er ein Paar einfältige und verzweifelte Eltern (Greg Kinnear, Rebecca Romijn-Stamos) zu einer neuen, alten Version ihres gerade überfahrenen Sprösslings überredet. Und wie in jedem Film, insbesondere einen Film des hier avisierten Genres, in dem Kinder eine zentrale Rolle spielen, wünscht sich der Zuschauer sehr bald, die Göre wäre tot geblieben oder würde ganz schnell um die Ecke gebracht. Let’s face it: so eine kindische Scharade zwischen blöder Tropfäugigkeit, aufgesetzt altklugem Geblubber und geistesgestörtem Grimassieren hat noch nie einem Film gut getan. 2/10

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