Der Versuch wissenschaftliche bzw. grenzwissenschaftliche Themen in Filme zu integrieren, ist gerade in den letzten Jahren ein häufiges Anliegen vieler Regisseure.
In „Godsend“, ein weiteres Projekt dieser Art, wird das Klonen im Rahmen eines Thrillers thematisiert.
Das Glück einer jungen Familie wird schlagartig zerstört als Adam (Cameron Bright) kurz nach seinem achten Geburtstag Opfer eines Unfalls wird, der tödlich endet. Für die Eltern (Greg Kinnear, Rebecca Romijn-Stamos) ist dieser Vorfall eine Tragödie, welche einen langen Leidensweg hervorruft.
Als der Wissenschaftler Richard Wells (Robert de Niro) ihnen ein Angebot einer revolutionären Idee unterbreitet, nämlich ihr Kind zu klonen, bewilligen sie letztendlich dieses Vorhaben. Das Experiment funktioniert und gibt dadurch dem Ehepaar ihr Glück in Form des geklonten Adam zurück. Doch als Adam das achtes Lebensjahr vollendet wird er von Alpträumen und schrecklichen Visionen geplagt.
In Hinblick auf den Inhalt weist der Film gravierende Mängel auf. Zu abstrus, fragwürdig erscheint die Story, um wirklich fesselnd wirken zu können. Darüber hinaus sind Klischees ein fester Bestandteil der Handlung.
Die Mixtur aus wissenschaftlichen Thema und Thriller funktioniert nicht, weil keines der beiden Bestandteile eine Ebene erreicht, die zufrieden stellend ist. Das erwünschte Gefüge ist dadurch nicht annähernd erreicht.
Obwohl der Film eine deutliche Intention verfolgt wird die Ernsthaftigkeit durch inhaltlich fragwürdige, groteske Elemente deutlich abgeschwächt und wirkt daher unausgegoren. Verstärkt wird dieser Eindruck durch eine unbefriedigende Auflösung der Geschehnisse.
Auch in punkto Thrill hat der Film deutliche Defizite. Einige Schockelemente können die flache Spannungskurve nicht kaschieren.
Die schauspielerischen Leistungen, allem voran, die von Robert de Niro, sind als durchschnittlich zu bewerten; zumindest offenbaren die beteiligten Schauspieler keine gravierenden Schwächen. Doch gerade de Niro hat andere Ansprüche und muss daher differenziert bewertet werden. In der Rolle des Wissenschaftlers und Arztes ist er schlichtweg fehlbesetzt. Bei ihm ist die Leidenschaft an der Schauspielerei in den letzten Jahren scheinbar deutlich im Schwinden.
„Godsend“ ist ein lauer Thriller, dessen Absichten und Aussagen aufgrund inhaltlicher Mängel nicht überzeugen. Gerade noch (4/10).