Die drei Teenager Tomoya, Aoi, and Ryo verabreden sich, um dem Phänomen des sogenannten "Summer Ghost" auf den Grund zu gehen. Dieser soll beim Abbrennen von Feuerwerk erscheinen und so versammelt man sich auf einem abgelegenen Flugfeld, auf welchem den drei tatsächlich eine Erscheinung begegnet.
Das Thema Tod und warum man diesen als Ziel sehen mag wird hier unterschiedlich behandelt, je nach Figur. Dabei sind die Motivationen und die Tiefe der Gedanken dem Alter der Charaktere angemessen, es wird also hier und da leicht melodramatisch. Dennoch passt es zu den Figuren, die nun einmal Teenager sind und insgesamt präsentiert sich „Summer Ghost“ trotz des Grundthemas angenehm unaufgeregt.
Gerne hätte das Ganze mehr Laufzeit bieten können, mit seinen vierzig Minuten ist das Werk recht übersichtlich geraten. Etwas mehr Zeit hätte man den Charakteren schon zugestehen können, um sie mit Leben zu füllen und auszubauen. So erfährt man immerhin ein paar Eckpunkte aus den Leben der Protagonisten, wenig ist hieran erheiternd, die verschiedenen Leben bergen aber Anknüpfungspunkte für das Publikum. Und einige hübsche Bilder in warmen Farben und mit einem auffälligen Interesse an der Ausleuchtung.
„Manchmal vergesse ich das Leben.“
Ein emotionales Werk von Loundraw, welches mit mehr Laufzeit seine thematische Tiefe und seine Figuren besser hätte ausschöpfen können. Dennoch ein sehenswerter Anime mit einer gelungenen audiovisuellen Präsentation und ein paar gefühlvollen Akzenten.