Review

Dieser Film (Mir fällt grad kein besseres Wort dafür ein ;) ) hörte sich für mich nach einem Vollbluttrasher mit Unterhaltungspotential an - Was bedeutet, dass der Film wenig später bei mir im Regal stehen musste (Ich trainiere meine Lachmuskeln regelmäßig... Das soll gesund sein, aber das ist nicht der Grund, dass ich Geld dafür rauswerfe)... Ob sich die Erwartung erfüllt hat, werd ich hier auf wahrscheinlich zu langwierige, aber ich hoffe dennoch informative (Oder zumindest unterhaltsame) Weise erläutern...

=SPOILER=

DVD also gekauft, DVD eingelegt, Play gedrückt, voller Erwartungen (Mehr oder weniger...) die Hände reibend und die Chips-Tüte anreißend auf den Beginn der “Vorstellung” gewartet:
Oh, da geht der Film los... Ein schwarzer Bildschirm, eingeblendet ein paar uns - dem Autonormalbürger aus dem neuen Jahrtausend - (Zum Glück?) noch unbekannte Namen, dann geht endlich der Film los: Man sieht aus dem Cockpit eines Helikopters die Umgebung, während der scheinbar sinnlos durch die Berge fliegt - Diese langweilige Szene wird ausgenutzt, uns gleich noch ein paar, noch unbekanntere Namen hinterher zu werfen. Die Vorfreude auf den Film wird ein wenig getrübt, jedoch hat der ja noch viel Zeit sich zu... Entwickeln...

Dann, endlich, ein wenig später: Der Helikopter landet, wir sind schon einmal zufrieden, dass das endlich vorbei ist. Die Vorfreude ist wieder da...
Nun beobachten wir einen Mann im Anzug (Scheinbar ein Bürofutzi) und einen Wissenschaftler... Oder zumindest versuchen sie, das darzustellen. Denn wir haben den Verdacht, dass die beiden keine Ahnung davon haben, worüber sie gerade reden. Dieser Verdacht erhärtet sich auch noch in den folgenden Minuten, während der Wissenschaftler den Bürofutzi angeblich in einen unterirdischen Komplex bringt. Er will uns weis machen, dass dieser duzende von Stockwerke in die Erde reicht - Doch das nehmen wir ihm ebenso wenig ab wie sein Bemühen als Schauspieler. Während sie scheinbar ziellos durch den Komplex laufen, der aussieht wie der Heizungskeller im Wohnblock meiner Oma, erzählt der Wissenschaftler dem anderen Typen irgendwas über ein geheimes Projekt und schwadroniert ihn, und damit auch den unschuldigen Zuschauer, mit sehr, sehr vielen sehr, sehr wichtig erscheinenden Fachwörtern zu... Damit beweist er zwar weder seine Kompetenz als Wissenschaftler, noch sein schauspielerisches Können, aber immerhin kann er seinen Text auswendig lernen...

Irgendwann kommen sie (womöglich zufällig) in ein Büro voller Mitarbeiter, vom ersten bis zum letzten ziellos durch die Gegend starrend, hauptsache beschäftigt aussehend, und der Wissenschaftler zeigt dem anderen auf einem scheinbar vom Flomarkt stammenden Computer (30x30 Pixel? Von der Leistung her wahrscheinlich selbst ein Rechenschieber lohnender... Trotzdem angeblich “High-Tech“) den Versuchsaufbau. Diesen könnte ich mit dem alten Gerümpel aus meinem Speicher leicht nachstellen, einfach eine runde Plattform und darum herum schwarze, nicht zu identifizierende Kästen, ausgeleuchtet mit einem Scheinwerfer...

Jedenfalls rennt nun eine spezielle Truppe auf diese Plattform, um sich in eine andere Dimension beamen zu lassen - Sie tragen zwar Sauerstoffflaschen, ihre Helme sind aber am Kinn und an den Seiten sperrangelweit offen, es ist nutzlos und sieht nicht einmal gut aus, aber für einen Lacher sind die Scherzkekse immerhin gut...

Ein paar Knöpfe werden gedrückt, es blitzt kräftig auf der Plattform und weg sindse...
Dafür kann man auf einem Bildschirm jetzt sehen, wo sie sind (Live ists eben doch am besten): Überall sind Felsen und Nebel, also nichts Interessantes. Plötzlich aber dringt Panikgebrabbel durch die Lautsprecher: Die Truppe hat in einiger Entfernung eine weiße Halbkugel gesichtet, vom Aussehen her wie ein übergroßer Golfball, und man sieht sie auch auf dem Bildschirm. Aber bevor der Zuschauer dösend den Denkvorgang einschaltet, was dieser Mist soll, ist auch schon der Bildschirm ausgefallen und das Team antwortet nicht mehr...

Da jetzt alle in Panik geraten, fliegt eine Wissenschaftlerin (Tara Buckmann, der dieser Film das Kariereaus beschert hat - Oder zumindest ist es ihr letzter Film), schnell mit ihrem Helikopter rüber zum Haus eines Typen, der eine ähnliche Expedition vor Jahren als Einziger überlebte.
Sie ruft nach einem Shepherd (Jan-Michael Vincent), und gleich darauf kommt der, als wäre dies sein Stichwort (Ist wahrscheinlich auch so) und glotzt die Alte durch eine Brille mit Gläsern wie Dosenböden aus an. Und sie sagt: Es falle ihr schwer, ihm das zu sagen... - Ist ja auch kein Wunder, bei der miesen Synchro.
Und er unterbricht sie, ich zitiere: Vom Leiter des Nexus-Projekt zum drittklassigen Gärtner... - drittklassiger Schauspieler hätte besser gepasst.
Doch trotz dieser Voreingenommenen Meinung, die dieser Möchtegerngärtner/-schauspieler offensichtlich hat, schafft sie es in einer Szene und mit einem einzigen Gesichtsausruck, ihn zu überreden, mitzukommen, und ihnen zu helfen....

Kaum sind sie zurück, hat der andere Wissenschaftler vom Anfang bereits eine Truppe Marines besorgt - Wohl aber im nächsten Supermarkt, denn woanders kriegt man solch minderwertige Wahre nicht... Sie rauchen dicke Zigarren, klopfen ihre Sprüche, aber ich lach mir n Ast (Der ist mir zu unbequem, ich verzieh mich wieder auf meinen Sessel). Natürlich ist dabei auch noch eine Frau - Blond, blöd und dickbrüstig, sich wohl im falschen Film wiederfindend...

Während es eine mehr oder weniger heiße Diskussion gibt, weil Shepherd wieder da ist, wird eine Überlebende wieder aus der Paralleldimension zurück gebeamt - bewusstlos. Klarer Plan: Sofort in helle Aufregung verfallen, sie auf eine Trage legen, und ein paar Halogenscheinwerfer auf sie richten, bevor man sie allein lässt, damit das böööse Alien ihr möglichst spektakulär aus dem Bauch platzen darf (It’s magic, ladies and gentlemen, it’s magic... Nur leider kann man die Fäden sehen).
Dieses verschwindet durch die Lüftungsschächte und das System der Anlage leitet automatisch einen Bio-Kontaminations-Alarm aus und schließt die Überlebenden ein.
Zum munteren Morden, das jetzt beginnt, gesellt sich ein Countdown, nach dessen Ablaufen alle Anwesenden sterben werden - das steigert die Mörderspannung bis ins Unerträgliche *rofl*
Einer der hohen Tiere des Experiments legt sich in dieser Situation in einen abgelegenen Raum zum Pennen (Hätt ich ja auch nicht anders gemacht), während der Rest der Leutchen auf einer Krisensitzung beschließt, dass dieses Vieh möglicherweise genug Hirn besitzt, durch die Lüftungsschächte bis an die Oberfläche zu wuseln (Warum dann überhaupt die Türen abschließen und das Personal dem Tod überlassen? Oder noch besser: Warum hauen sie dann da nicht ab?), weswegen sie es ausschalten müssen...

Obwohl der Ober-Marine das Kommando übernimmt, folgt er dem Vorschlag der Wissenschaftlerin, sich in drei Gruppen aufzuteilen (Leider hat Julie, die Wissenschaftlerin, es wohl noch nicht mit genügend Aliens aus Parallel-Universen zu tun gehabt, als dass sie wüsste, dass Aufteilen in solchen Situationen schon immer eine beschissene Idee war... Und der Marine hat in seiner Ausbildung wohl geschlafen...)
Irgendwo da bin ich leider mal ausgestiegen, heißt ich hab wohl irgendwas verpasst, oder es gibt eine dicke Logiklücke (Überraschung ^^) , denn plötzlich sind ein paar unserer Protagonisten unerklärlicherweise irgendwo eingeschlossen.
Sie wollen eine Luke aufsprengen und packen da so viel C4 drauf, dass es wohl für den ganzen Komplex gereicht hätte, hier ist es aber gerade genug für die Tür.
Irgendwann in diesen Minuten wird noch ein Mann getötet und das Mistvieh fliegt einen Fahrstuhlschacht runter - Das nur nebenbei, bringt es weder uns noch die Geschichte weiter und ist brutalst schlecht geschnitten...

Im Kampf gegen den Schlaf dringen undurchsichtige Sinneseindrücke, ausgelöst vom Film durch den Nebel um meinen Gedanken bis zu mir vor, und ich bemerke, dass das Monster wieder metzelt - Zu schlecht gemacht, um zu interessieren und zu unblutig, als dass es schocken oder ekeln könnte, während die anderen Protagonisten allerhand Ungesundes in das Vieh buttern.
Irgendwann bekommt dann Shepherd endlich die Wumme eines toten Marines in die Hände, und ballert auf das Teil. Im Gegensatz zu den vorhergehenden 40 Minuten, scheint dieses nun plötzlich gegen Kugeln verwundbar zu sein - Besser noch, es zerbröselt in seine Einzelteile (Hatte wohl keine Lust mehr, weiter in diesem Film mit zu spielen... Eigentlich war es aber sehr sozial: Es wäre geradezu sadistisch gewesen, uns noch länger hinzuhalten). Obwohl diese (Die Einzelteile) noch rumliegen, wird die Bio-Kontamination aufgehoben, und alle hüpfen freudig erregt durch die Gegend, bis der Wissenschaftler vom Anfang angewatschelt kommt und Shepherd erkennt, dass dieser voller Alien-Samen steckt. Also schieben sie ihn spontan mit dem Beamer in die Paralleldimension ab - Was das Ende dieses Machwerks einleitet, das wiederum das Ende vieler grauer Hirnzellen eingeleitet hat...

=SPOILER ENDE=

Im Prinzip bleibt nicht viel zu sagen: Objektiv und nach gängigen Kriterien beurteilt (Was ja zum Glück nicht so ist, oder ich hätte einmal mehr mein Geld zum Fenster rausgeworfen), gäbe ich euch 30 Minuten, bis ihr resigniert in die Sesselfalten rutscht, und nach höchstens 20 weiteren seid ihr deprimiert schluchzend in selbigen verschwunden, denn wir haben wenig Sinn, noch weniger Technik und von Schauspielern zu sprechen sollte mit einem Tritt gegen das Schienbein gesühnt werden (Bei Wiederholungstat bitte die Tretrichtung zu korrigieren).
Unterhalten kann dieser reinrassige Trasher nur, wenn man mit weniger als nur mit wenigen Erwartungen an den Film herangeht - Aber dann kann man sich ungetrübt an den durch diesen Film ausgelösten Lachsalven erfreuen.
Wer tatsächlich Erwartungen an diesen Film stellt, könnte sich vor Entsetzen in die Hose kacken - Und das im negativen Sinne, hat doch dieses Machwerk einen sicheren Platz in den Riegen der Vollblut-Trasher inne und liegt wohl auch in den TOP der grottigsten (Im Versuch professionell zu wirkenden) Filme.
Das Flair kommt zwar nicht weit an Trash-Giganten wie Zombi 3 zum Beispiel (So ziemlich der genialste Trasher, den ich kenne) heran, aber dieser Art von Film zugeneigte Personen... Also Trash-Fans, haben wirklich ihren Spaß dabei.
Da die Bewertung hier aber nicht nur am Fun-Faktor gemessen werden sollte (Meiner Meinung nach), sondern eine Mischung aus objektiver und subjektiver Meinung, sowohl zur Technik/ Stil/etc., als auch zum Unterhaltungswert und Atmosphäre, fühle ich mich genötigt, diesen Film mit einer 4/10 abzuspeisen... Aber ihr habt glaub ich kapiert, worauf es bei diesem Film ankommt ;)

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