Review

"Mal was vollkommen Anderes!"
Damit habe ich mein Review zu X-Tro 1 beendet.

Im Zuge der "Trilogie-Box" kam ich jetzt auch in den "Genuß" vom zweiten Teil dieser uneinheitlichen Serie.

Die Anführungszeichen im letzten Satz waren bewußt so gewählt, denn im Gegensatz zu Teil 1, der in alle Richtungen läuft und weder Fisch noch Fleisch ist geht das "Sequel" in die andere Richtung: Es ist schlicht eine sehr billige Kopie von so ziemlich allen beliebten Elementen aus Alien 1 und 2, sogar die nette Sturmgewehrwaffe wurde 1:1 übernommen.

Reduziert jetzt den Splatter-Level auf -1, den Darsteller-Level auf -5 und den Atmosphären-Level auf -10 und ihr habt so in etwa eine Vorstellung von dieser filmisch gewordenen Zeitverschwendung.

Lässt der Anfang mit seinen dummen Technik-Fachgesimpel und seiner Idee der "Parallel-Welt" immer noch die Hoffnung von Ideen aufkommen, so entpuppen sich die lustig-hohlen Dialoge als glatter Zufall und die parallele Welt, die erschreckend genau so aussieht wie auf der Facehugger-Findung aus Alien1, wird nie für mehr benutzt, als halt einmal das Viech in den unterirdischen Bunker zu bekommen.

Natürlich rennt auch gleich noch der Mann, der als Einziger so einen Parallelwelt-Einsatz schon mal überlebt hat mit durch die Bude, ist natürlich der Ex-Lover der Heroin und neben einer illustren Schar an Klischee-Marines ("Ich hab keine Angst vor dem Tod. Bin ich einmal tot, so werd ich ganz schnell wiedergeboren!") war das dann auch schon das Kanonenfutter für den Film.

Was das jetzt Alles mit dem Erstling noch zu tun hat? Öh, keine Ahnung!
Warum man das Alien nie sieht? Weil es SO billig aussieht.


Und warum konnte man dann nicht zumindest zum Unterhaltungs-Selbstzweck oder damit es halt irgend jemanden anspricht den einen oder anderen Effekt einarbeiten?
Neben "Mit Ketchup-Flaschen an die Wand spritzen" gibt es kaum etwas erwähnenswertes und gerade wenn man denkt der Film komme endlich von der Startbahn in Richtung "So interessant das ich doch noch ab und wann hinschaue" gibts auch schon den sau dummen "End-Gag" und die Credits laufen ab.

Oh mein Gott. Ich will sofort meine 85 Minuten Lebenszeit wieder, die ich mit diesem Machwerk verschwendet habe.
Leider muss man hier ja mindestens einen Punkt geben und so rechtfertige ich den Film mal mit dem einzigen Spruch der mich als einziger aus meinem Koma-ähnlichen Zustand während der Anschauerei gerissen hat:

"Da ist soviel C4 drin, damit können wir das World Trade Center in die Luft jagen!"

Müßig zu sagen das auch soviel C4 dem Tierchen nicht mal die Wimpern versengt. Sterben tut es erst nachdem es vom Helden mit einer Granate beschossen wurde. *autsch*

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