Review

Handlung:
Somalia, 1990 kurz vor dem Ausbruch des Bürgerkrieges, bemühen sich sowohl Nord- als auch südkoreanische Diplomaten um gute Beziehungen zu Diktator Barre, um seine Haltung zum Beitritt Süd Koreas zur UN zu beeinflussen.
Als dann der Bürgerkrieg beginnt, sitzen beide Seiten in Mogadishu fest und müssen zusammen arbeiten, um lebend davon zu kommen.

Meinung:
Der bis heute tobende Bürgerkrieg in Somalia ist filmisch schon teilweise thematisiert worden, u.a. in Black Hawk Down. Dass ein Film aus Süd Korea das macht wirkt aber erstmal überraschend.
Allerdings basiert das Ganze auf wahren Begebenheiten und beleuchtet nicht nur die politische Situation um Süd Koreas UN Beitrittsgesuche etwas, sondern auch den Beginn des Bürgerkriegs und die angespannte Lage insbesondere zwischen den beiden Koreas und der Situation in Somalias. Ob das immer 100%ig authentisch ist, darüber lässt sich sicherlich streiten. Seine Wirkung verfehlt der Film aber nicht.
Neben spannenden Set Pieces und einigen gelungenen Actionszenen (gerade die Verfolgungsjagd am Ende ist grandios gemacht) lebt der Film vor allem von den dramatischen Aspekten und zeigt, dass, im Angesicht von Gefahr, alte Feindschaften zweitrangig sind und ein Miteinander (hier der koreanischen Diplomaten) möglich ist, auch wenn es erst einmal nur temporär ist.
Als besonders gelungen empfand ich auch die schonungslose Darstellung der sich ausbreitenden Aufstände und mit welcher Brutalität und Fragwürdigkeit Barres Truppen vorgingen. Da zeigt sich wieder, zu welchen Mitteln echte Diktaturen greifen, um ihre Macht zu sichern.

Kurzum:
Spannender Mix aus Thriller und Drama vor politischem Hintergrund. Wirklich klasse

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