Eine Tsunami-Welle trifft ohne Vorwarnung auf ein Ferien-Resort und setzt einige Urlauber in ihrem nun gefluteten Hotel fest... zusammen mit einem gewaltigen Hai, der auf der Suche nach Frischfleisch durch die Gänge schwimmt und eine Flucht zusätzlich erschwert. Für den ehemaligen Free Diver Wang Lei, dessen Braut am Tag ihrer Hochzeit einst von einem Hai wegschnabuliert wurde, ist nun endlich die Zeit der Rache gekommen... Im Grunde genommen hat dieser chinesische TV-Film ja die richtige Idee, indem er seine Tierhorror-trifft-auf-Katastrophenfilm-Prämisse in nicht einmal 70 Minuten inklusive Abspann förmlich durchprügelt und dabei die vermeintlich langweiligen Stellen, die bei solchen Stoffen sonst die Laufzeit strecken sollen, einfach weglässt... leider hat "Shark Escape" aber doch das Problem, dass er zum einen nur ziemlich schlechte Effekte auf Lager hat und sein von westlichen Vorbildern abgeschautes Nichts an Handlung dann noch nicht mal mit actionreichen und aufregenden Set-Pieces ein wenig aufwerten kann, weswegen man sich trotz aller vermeintlichen Exotik doch nur vorkommt wie im nächstbesten The Asylum-Trash. So originell, wie die Macher sich das wohl gedacht haben, ist das hier präsentierte Szenario dann aber wieder auch nicht (man vergleiche mit dem australischen "Bait - Haie im Supermarkt" von 2012!), weswegen man nicht wirklich willens ist, über die ungeniert aufdrehende Knallchargen-Bagage und eine schlichtweg miserable Regie, die keinen einzigen Anschluss vernünftig hinbekommt, hinwegzusehen. Dass der Hai (zumeist 'ne schrottige CGI-Animation, ab und zu aber auch mal 'ne steife Plastik-Rückenflosse, die am Set durchs Wasser gezogen wird) da wieder mal von Szene zu Szene munter die Größe wechselt, verwundert einen dann auch nicht mehr. Fazit: Es gibt einfach kein Entkommen vor miesen Haifisch-Filmchen...
3/10