Review

Rotkehlchen muxmäuschenstill


In dem oscarnominierten Animationsshorty „Robin Robin“ folgen wir einem Rotkehlchen, das von Mäusen aufgezogen wird, die gerne in Häuser einbrechen und mal mehr, mal weniger überlebenswichtige Dinge stehlen. Doch da ein Vogel kein Nager ist, egal wie sehr er von ihnen geliebt und geprägt wird, bringt das natürlich im weiteren Verlauf ihrer Leben auch enorme Schwierigkeiten und Hürden mit sich…

Die Schöpfer von Wallace, Gromit und Shaun, dem Schaf, heben mit diesem Rotkehlchen zwar vielleicht keinen neuen (Stop-Motion-)Kultcharakter aus ihrer Feder, doch nicht mögen ist bei „Robin Robin“ dennoch nahezu unmöglich. Der Look ist zuckersüß, enorm detailliert und butterweich. Die Töne und Songs sind kindertaugliche Ohrwürmer. Ganz so fluffig bleibt er nicht, vor allem die dicke Katze leiht einige atmosphärische und inhaltliche Schatten, Schocks und Sonnenwenden. Disneyzucker darf man hier (zum Glück) nicht erwarten. Aardman macht sein eigenes Ding und ist neben Laika wohl noch immer völlig zurecht Marktführer auf seinem einzigartigen und enorm aufwändigen Gebiet - das hoffentlich nie ganz ausstirbt! 

Fazit: charmante Aardman-Produktion, die toll aussieht, jedoch im Endeffekt emotional und aussagetechnisch wenig Neues an den Tisch bringt. Enormer Cutenessfaktor - jedoch komplett ohne zu kleben! 

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