SPOILERWARNUNG
Yo ho, Piraten habens schön - A Pirates Life for Me.
Mit dem bekannten Lied aus der atmosphärischen Disney Vergnügungspark Atraktion beginn das wohl größte Piraten-Epos unserer Zeit. Und wie lange hat man als grogtrinkender Freizeitpirat darauf warten müssen.
Elisabeth Swann (Keira Knightley) und ihr Vater Weatherby Swann (Jonathan Pryce), der neue Gouverneur von Jamaika, sind gerade auf der Überfahrt von England nach Port Royal. In den düsteren Nebeln der Karibischen See lesen sie den Schiffbrüchigen Jungen William Turner (Orlando Bloom) auf, der ein ein Stück Aztekengold um den Hals trägt. Die junge Elisabeth nimmt es, um Will zu schützen, an sich.
Jahre später im sonnigen Port Royal stürzt Elisabeth mit dem Goldstück ins Meer. Sie wird vom legendären, jedoch heruntergekommenen, Meisterpirat Captain Jack Sparrow (Johnny Depp) gerettet. Jack wird als Pirat entlarft und, nachdem er Will Turner in einem genialen Fechtduell begegnet ist, für die Dauer bis zur Hinrichtung in den Kerker geworfen.
Doch die Nact bleibt nicht ruhig. Die verfluchte Goldmünze ruft das Gesiterpiratenschiff des untoten Captain Barbossa (Goeffrey Rush) die "Black Pearl" herbei. Die Zombicrew greift die Stadt an und entführt Elisabeth, die sich als Elisabeth Turner vorstellt. Barbossa und seine Crew halten sie für die Tochter von Wills Vater Stiefelriemen Bill, dessen Blut sie brauchen um sich von ihrem Untoten Fluch zu befreien.
Wärendessen befreit Will, der in Elisabeth verliebt ist, den immern noch einsitzenden Jack und die beiden machen sich auf Elisabeth zu befreien. Mit einem gekaperten Schiff der englischen Marine segeln sie nach Tortuga um eine Crew zu rekrutieren und zur Isla del Muerte zu fahren, wo sich Barbossa versteckt hält.
Hier wurde wirklich alles richtig gemacht. Regisseur Gore Verbinski schafft es den einamligen Piratenflair auf die Leihnwand zu bannen. So viel Liebe zum Detail kann nur die Herr der Ringe Trilogie aufweisen. Die Inseln sind idylisch, die Dörflein malerisch. Skurille Figuren, allen voran Jack Sparrow, sind allgegenwärtig. Sowas gabs noch nie in den Filmen die bis jetzt da waren. Die Sequenz in der Sparrow auf Port Royal in einem untergehenden Boot zufährt und sich dabei vor gehängten Piraten verneigt strotzt nur so vor Energie, nicht zuletzt aufgrund des genialen Badelt/Zimmer Scores ohne den der Film auf keinen Fall funktionieren würde. Perfekt, was für eine Wucht!
Der Film ist aber nicht nur wegen des Piratenflairs so genial sondern auch der vielen offensichtlichen und versteckten Lacher die vor allem durch Jack ausgelöst werden. Er ist Dreh- und Angelpunkt der Geschichte, wenn auch nicht der Held, der alle Geschichten zu kennen und immer einen Ausweg zu wissen scheint. Jack ist ein ständig besoffener, immer auf sein eigenes Wohl besonnener und charismatischer Anführer mit einem leicht tuntigen Gang, vollendet verkörpert von Johnny Depp.
Die Crew um Jack und Will erreicht die Insel und schleichen sich in die Schatzammer Barbossas. Will fühlt sich von Jack als Köder missbraucht und schlägt ihn K.O. Er befreit Elisabeth und segelt richtung Port Royal.
Barbossa sperrt Jack auf der Pearl ein und nimmt die Verfolgung auf. Da die Pearl das schnellste Schiff in der Karibik ist und zusätzlich noch von Rudern angetrieben wird haben Will und Elisabeth keine Chance zu fliehen und stellen sich dem Kampf mit der Untoten Piratencrew in einem mitreisenden Seegefecht.
Doch sie verlieren. Will und die Crew werden gefangengenomme und das Schiff gesprengt. Elisabeth und Jack werden auf einer einsamen Insel ausgesetzt, auf der Jack vor Jahren von Barbossa ausgesetzt wurde. Damals war Jack Captain der Pearl doch die Crew meuterte.
Das Flagschiff der englischen Marine unter dem Komanndo von Commodore Norrington (Jack Davenport), der ebenfalls in Elisabeth verliebt ist und sie Heiraten will, gabelt die beiden auf. Jack überredet Norrington Barbossa aufzuspühren und Will zu befreien. Jack fährt auf die Insel und schließt ein Abkommen das ihm nach übernahme das Marineflaggschiffs die Pearl sichert. Die Piraten machen sich auf die Soldaten zu töten und Jack befreit Will und so kommt es zum hammerharten Endfight.
Die Abenteuerkomödie nimmt sich nie wirklich ernst, was ein wahres Feuerwerk an Gags und lustigen Situationen entfacht. Dies wird mit viel super aufgenommener Action und viel Slapstick kombiniert um einen noch nie dagewesenen Unterhaltungspegel aufzubauen. Highlights sind das Duell zwischen Will und Jack, der Seekampf zwischen der Pearl und der Interceptor, der Gang der Untoten Piraten auf dem Meeresgrund und natürlich die lange Endschlacht. Das Finale ist so Over the Top gefilmt und Barbossas Tod so wunderbar traurig umgesetzt. WOW. Krönenender Abschluss ist eines der zuckersüßesten Happy-Ends der Filmgeschichte. Perfekt!
Die Darsteller sind ebenfalls eine Wucht. Depp wurde für die Rolle des Jack für einen Oscar nominiert. Bloom ist der perfekte Gybrush Threepwood und spielt den furchtlosen Helden sehr gut. Er wirkt weder farblos noch langweilig. Tatsache ist das er zwischen den famosen Leistungen von Depp und Rush leider etws versinkt. Geoffrey Rush ist Captain Barbossa, und wie. Er haucht der Piratenlegende so viel Leben ein, ist selbst als Bösewicht ein Symphatieträger und waschechter Pirat.
Jeder Darsteller passt sich sauber in die Geschichte ein und keiner ist austauschbar. Von den Crews bis zum Papagaien perfekt.
Der Film hätte ruhig noch ne halbe Stunde länger gehen können aber zum Glück gibts ja die Vortsetzungen, die mit noch mehr genialer Musik, genialen Charakteren und genialer Inszenierung aufwarten (At World's End sicher auch!) können.
Fazit:
Mit dem zweiten Teil zusammen meine absoluten Filmfavouriten. Was Viele mit dem zweiten Teil als ermüdende Geldmache abtun ist für mich die Erfüllung eines Kinotraums. Hier kann man für über zwei Stunden in eine wunderschöne Parallelwelt abtauchen und den Alltag vergessen.
Das schaffen nur wenige Filme. Nur wenige Filme übertragen eine Atmosphäre so gut auf den Zuschauer und nur wenige Filme weisen so viele Details auf. Deshalb gibts von mir die Höchstertung. Denn wenn ich ins Kino gehe erwarte ich genau das was hier perfektioniert wurde. Jede einzelne Szene ist errinerungswürdig wie auch der Score der zum Glück in den Vortsetzungen beibehalten wurde, von denen Hoffentlich noch viele kommen werden. Danke Disney, Danke Jerry.
Drinkt aus Piraten, yo Ho - (10/10)