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Ein alter, müder Sly Stallone schleppt sich durch ein von Amazon produziertes, geschickt um den greisen Actionhelden herum konstruiertes Superheldenvehikel. Sollen doch die anderen rennen und ballern - der Sylvester glänzt in ein paar kernigen Money Shots und das genügt. Als großer Bruder bzw. als Vaterersatz für einen Bengel, der ohne ihn auf die schiefe Bahn geraten könnte, taugt der inzwischen 76-Jährige noch immer. Und die Rolle des ewigen geprügelten Underdogs, der im nötigen Moment die entscheidenden Treffer für den Sieg landet, hat der Mann, der einst mit Rocky durchstartete, eh für sich gepachtet und perfektioniert. Ein bisschen von Rambo steckt dann auch noch im Finale mit drin, wenn die unverwüstliche Ein-Mann-Armee auf wenn auch unblutige, aber doch kreative Weise die Baddies reihenweise zerlegt. Respektabel! Und den cleveren Twist gegen Ende habe ich auch nicht kommen sehen.