Review

Angeline Jolie wieder auf den Spuren eines antiken Schatzes.

Story:
Lara Croft (Angelina Jolie) befindet sich im Moment in Griechenland. Dort vermutet sie in einer unterirdischen Höhle eine Kugel, die den Weg zur Büchse der Pandora zeigen kann. Dummerweise ist sie aber nicht die einzige am Fundort. Auch Schergen des skrupellosen Wissenschaftlers Dr. Reiss sind hinter dem Objekt der Begierde her. Lara schafft es durch eine waghalsige Aktion zwar ihr Leben zu retten, die Kugel verliert sie aber zunächst. Wieder zurück in England tritt der MI-6 an sie heran und bittet sie um Hilfe, die Kugel wiederzubeschaffen, da sonst Chaos über die Menscheit reinbrechen würde...

Auch der zweite Kinoeinsatz von Lara Croft hält sich nur in Grundzügen an die Spielserie und lässt die Archäologin ansonsten ihr eigenes Ding durchziehen. Ihr zweites Abenteuer führt über den halben Globus, u.a. Griechenland, China und schließlich nach Afrika, wo sich die Pandorabüchse befindet. Da ist also für reichlich (PG13)-Action gesorgt und die wird dem Zuschauer auch geboten. So darf Lara sich von einem Hai (!) an die Wasseroberfäche bringen lassen, von Hochhäusern springen und steile Klippen per Seil überwinden. Anders als in den Spielen fehlen dabei eben noch die Fallen und Rätsel, aber das wäre wohl auch nur schwer umsetzbar gewesen.

Trotz wesentlich längerer Laufzeit kommt der zweite Teil überraschenderweise keineswegs langatmig daher. Im Gegenteil, die wenigen ruhigen Momente sind genau die richtige Atempause zwischen den Actionszenen und weder zu lang noch zu kurz geraten. Und eben genau diese Actionszenen sind auch der Kritikpunkt, der auch dem Vorgänger schon zu schaffen machte. So cool manche Stunts auch aussehen mögen, ist auch klar, dass so etwas niemals möglich wäre. Daher kommt - noch mehr als im Vorgänger - CGI zum Einsatz, dass man stellenweise auf den ersten Blick erkennt und dementsprechend etwas billig aussieht. Vielleicht wäre auch hier etwas weniger doch mehr gewesen.

Abgesehen davon kann man aber nicht viel negatives über den Film sagen. Klar, Anspruch sollte man nicht erwarten, aber es ist ja auch schließlich ein Mainstream-Actioner ab 12 Jahren, von daher sind wohl keine großen philosophischen Worte angebracht. Angelina Jolie spielt ihre Rolle sehr glaubwürdig und steht ihrem digitalen Pendant kaum in etwas nach. Mit Reiss gibt's dieses Mal auch einen Fiesling, der etwas rücksichtsloser agiert als die bösen Buben aus Teil 1 und von daher Lara zumindest ein bisschen in Bedrängnis bringt. In einer kleinen Nebenrolle ist Til Schweiger zu sehen, der aber nicht wirklich viel sagen darf und in Afrika auch das Zeitliche segnet.

Fazit: Amüsanter zweiter Teil der Videospieleverfilmung mit leichten Schwächen. Fans dürfen aber ruhigen Gewissens zuschlagen. Ob's noch mal einen dritten Aufguss gibt, steht allerdings noch in den Sternen, da der Film nicht mal sein Budget wieder einspielen konnte. Schaun mer mal!

8 von 10 Punkten

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