Review

The Human Bedescape

Während ein Indiebodyhorrorfilm namens "Better Half" den letztjährigen Hollywoodhorrorhit "Together" angeht ihn kopiert zu haben, ging auch Mar Targaronas "Two" nochmal zwei Jahre zuvor schon in diese Richtung, wenn auch nicht hundertprozentig deckungsgleich, wenn zwei Fremde aneinandergenäht (!) in einem Bett aufwachen und der Sache einen Sinn geben wollen...

Nähmaschinennahtoderfahrung

Typisches Genrefilmfestivalnachmittagsslotfutter im Grunde, oder gar milde Midnight Madness, aber nun erst auf Netflix entdeckt... "Dos" aka "Two" bietet sich für viele Wortspiele an, kann jedoch filmisch und charakterlich nicht wirklich viel. Kurzfilmmaterial und Episodenfilmprämisse aufgeblasen auf (eine immerhin nicht allzu hohe) Langfilmlaufzeit. Sehr wenig Fleisch an den Nähten. Nackt und abgespackt. Nette Kameraarbeit. Mutige Darsteller. Viel Gestöhne, wenig Erotik, mehr Wiederholung, erstaunlich wenig Ekel. Und am Ende ist man genauso weit wie am Anfang. "Two" hätte in allen Belangen böser, besser und bissiger sein müssen... Nur ein Viertel Film. Nur eine halbe Nummer, trotz zwei Figuren. Ein Witz ohne echte Pointe oder gar Payoff. Dabei mag ich die perverse und schmerzhafte Ausgangslage eigentlich... Wird aber erschreckend wenig draus gemacht. 

The Beileid Zone

Fazit: Simple, fiese Prämisse, kurze Laufzeit, wenig Befriedigung... "Two" liegt näher an der 2 als an dem grünen Bereich... Anhänglich und abartig, aber nie gut genug. Weder körperlich noch psychologisch im benötigten Grenzbereich des guten Geschmacks. 

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