Der jugendliche Duane zieht mit seinem Zwillingsbruder Belial, der in einem Weidenkorb lebt und mit den er einst im wahrsten Sinn zusammengewachsen war, unter dem Arm durch die Straßen New Yorks. Sie planen Rache an den Ärzten, welche einst die Trennung der beiden vornahmen. Doch in New York findet Duane etwas, was er bisher nicht kannte und das macht Belial eifersüchtig. Das Ende ist vorprogrammiert.
Handlung
Ein junger Mann mit einem Weidenkorb unter dem Arm streift durch die Straßen New Yorks. An einem Hotel namens „Broslin“ endet seine Reise zunächst und er begibt sich in die Lobby, um dort ein Zimmer anzumieten.
Da er sich auf des Hotelbetreibers (Robert Vogel) Frage nach dem „für wie lange“ zunächst nicht sicher ist, gibt er einfach „für ein paar Tage“ an. Ein Einzelzimmer solle es sein, denn er allein. (...was einen älteren in der Ecke sitzenden Mann, gespielt von Joe Clarke, mit seiner Schnapsflasche dazu veranlaßt, einen besonders großartigen Kommentar dazu abzulassen, der nur Im Originalton dank seiner phänomenalen Betonung ein echter Schenkelklopfer ist)
Auf die Frage nach dem Inhalt des Korbes antwortet er schlicht, daß es sich um „Sachen“ („clothes“) handelt. (...was Joe Clarke zu einem erneuten tollen Kommentar hinreißt)
Da der junge Mann gleich im Voraus 20 Dollar zahlen muß, sozusagen für die erste Nacht, holt er aus der Hosentasche einen Batzen Geldscheine und blättert locker darin herum, was die umstehenden Herren mit entsprechend geweiteten Augen dastehen läßt, um schließlich locker die Vorkasse zu begleichen. Dafür bekommt er den Schlüssel zu Zimmer 7 in der dritten Etage, welches, so erfährt er sofort von der ihm auf der Treppe begegnenden Josephine (Dorothy Strongin), zuvor von einer schrägen kleinen alten Dame gemietet wurde und bei dem es sich um das besten Zimmer im Haus handelt.
„We´re here.“/“Wir sind da.“, sagt der junge Mann, auf seinem Zimmer angekommen, zu dem Korb. Darauf läuft er hinunter in die Lobby, um erst einmal etwas zu essen zu besorgen und fragt dazu die am Tresen stehenden älteren Männer, die ihm gleich das gegenüberliegende „Burger King“ empfehlen.
Zurück bei seinem Weidenkorb auf seinem Zimmer, öffnet er diesen und schmeißt ein paar Burger in selbigen, in dem sich anscheinend etwas lebendiges zu befinden scheint. Der junge Mann nimmt danach die blutverschmierte Akte zur Hand, welche am Beginn des Films zu sehen war und dort, nach beziehungsweise während des zu sehenden Mordes dadurch in selbigen Zustand versetzt wurde. Dadurch wird klar, daß eine Verbindung zwischen diesem Mord und dem jungen Mann besteht. (Ein gelungener Kniff, der sich im Film fortsetzt.) Indem er sich die Akten ansieht, erfahren wir auch den Namen des jungen Mannes. Es handelt sich um Duane Bradley (Kevin VanHentenryck), der nun im örtlichen Telefonbuch blättert, um, wie sich sogleich herausstellt, die Telefonnummers eines der Ärzte, die auf der Akte genannt werden zu suchen. Leider steht sie jedoch zu Duanes Ärger nicht im Telefonbuch.
Am Morgen bekommt Duane auch sogleich Besuch. Abgesehen von dem (neu-) gierigen älteren Mann vom Vortag, Brian „Mickey“ O´Donovan (Joe Clarke), der sich ungeniert am Schlüsselloch des Zimmers 7 zu schaffen macht und dabei von einer weiteren Bewohnerin des Hauses, der strammen dunkelhäutigen Casey (Beverly Bonner) überrascht wird, stellt diese sich nämlich, nachdem sie O´Donovan vertrieben hat, auch gleich freundlich bei Duane vor und bietet ihm eventuelle Hilfe an.
Duane hütet aber ganz andere Pläne, wie es scheint, denn ein Stadtplan liegt ausgebreitet auf seinem Bett und mit einem weiteren kurzen Blick darauf schnappt er sich den Weidenkorb und spaziert in die Stadt. („Komm, jetzt gehen wir einen lieben Onkel Doktor besuchen.“)
Seine Suche nach der Adresse hat Erfolg und er findet die Praxis von Dr. Harold Needleman (Lloyd Pace), dessen Name ebenfalls auf der dem Zuschauer präsentierten Akte zu lesen war. Dort gibt er sich gegenüber der Schwester, die Duane ob seines Korbes zunächst mit dem bestellten Monteur für ihre kaputte Schreibmaschine verwechselt, recht geheimnisvoll („Dr. Needleman ist ein Freund unserer Familie.“) und begehrt anonymen („Ich möchte ihn nämlich überraschen.“) Einlaß ohne Voranmeldung, was ihm die Schwester auch gewährt und ihm sogar anbietet, dem, wie sie herausfindet, stadtfremden Duane ein paar Sehenswürdigkeiten zu zeigen. (ein sehr lustiger Einfall, wie sie ihn darüber ausfragt, was er schon gesehen habe und was er sehen müsse...)
Bevor Duane jedoch die Telefonnummer und Adresse der jungen Dame in die Hand gedrückt bekommt, widmet er sich ernsteren Dingen des Lebens, die ihn zunächst ins Zimmer des Docktor führen, der mal eben zwischen zwei Patienten hastig einen kleinen Imbiß zu sich nimmt. (köstlich ...wie seriös)
Duane spielt dem Doktor zunächst ein Lungenproblem vor, nur um ihm nur kurz darauf eine große Vernarbung über die gesamte linke Seite zu präsentieren. Ohne das die Szene vertieft wird, schreitet Duane samt Korb aus dem Zimmer und verabredet sich, bevor er die Praxis ganz verläßt, noch, wie erwähnt, im Flüsterton noch mit der jungen Schwester, Sharon (Terri Susan Smith), wobei er den Weidenkorb behutsam beiseite stellt. („Warum flüstern wir ?“ „Ich will niht, daß er mithört.“ „Wer, der Doktor ?“) Dr. Needleman scheint aber doch etwas beunruhigt und versucht, einige Kollegen seiner Zunft zu erreichen, wobei er Dr. Judith Kutter (Diana Browne) an die Telefonstrippe bekommt und versucht sie zu warnen, diese ihn aber nicht ernst nimmt und abwürgt. (Der Ermordete am Anfang war ebenfalls Arzt...)
Ein Kinobesuch der besonderen Art macht den Zuschauer erstmals mit dem Gewaltpotential des Korbinhalts bekannt, denn ein kleptomanischer Gast, der es auf den Korb abgesehen hat und Duanes Müdigkeit ausnutzt, hat keine Freude an seinem Fund.
Zurück zur Arztpraxis Dr.Needlemans, verläßt Sharon gerade ihre Arbeitsstellte, um den grübelnden Doktor zurückzulassen. Im selben Moment tritt Duane in Erscheinung, den Weidenkorb unter dem Arm. Im Schutz der Dunkelheit der Räumlichkeiten setzt er den Inhalt des Korbes ins Freie. („Vergiß ja nicht sein Adreßbuch !“)
Und so wird Needleman das nächste Opfer der Bradley- Zwillinge und direkt des mißgebildeten Belial, der als quasi- Seitenableger ohne Rumpf, nur auf Kopfmasse und Armen bestehend, vor Jahren von einigen Chirurgen von Duanes Körper abgetrennt wurde, sein Leben nur dem Mitleid seines Bruders und beide ihr geschütztes Aufwachsen wiederum nur ihrer Tante (Ruth Neuman) verdanken.
Nun sind die beiden in New York, um sich für die Trennung, seelischen Qualen und Entbehrungen zu rächen, welche sie durch die Trennung, die gegen ihren Willen und nur auf Drängen ihres Vaters (Richard Pierce) durchgeführt wurde, erleiden mußten und nach Needleham folgen weitere Opfer.
Doch die ganze Sache wäre zu einfach und so verliebt sich Duane in Sharon und beginnt mit ihr eine Affäre, die der Beginn einer Katastrophe ist und Belial zu einem separaten, eigenen Rachefeldzug animiert, welcher nur tragisch enden kann...
Kritik
Obwohl Regisseur und, wie bei all seinen weiteren Arbeiten, Drehbuchautor Henenlotter, der die Filmemacherei mittlerweile an den Nagel gehängt und sich als anerkannter Kritiker, Theoretiker und Werbefachmann einen Ruf nicht nur in seiner Heimatstadt New York erarbeitet hat, wohl kaum zu den bekanntesten und spontan meist verehrten beziehungsweise genannten Horrorfilm- Schaffenden des, ich drücke es mal so aus, gemeinen Genre- Anhängers zählen dürfte, muß und sollte man den Mann auch trotz seiner relativ geringen „Ausbeute“ an letztlichen Regiearbeiten zu den bedeutenden, wichtigen Schaffenden zählen, zumal wohl all seine Werke zumindest bizarre, eigenwillige und wohlig andersartige Ausgeburten im Genre- Groß darstellen.
Henenlotter, der eine fast schon klassische „Laufbahn“ eines Independent- Filmers durchlief, nämlich vom begeisterten Kinogänger junger Tage, umfassend informierten Anhänger des Genres und damit kompetenten Kundigen eben dessen, begann schon früh mit dem Medium Film herum zu experimentieren und schuf so manchen, seiner Aussage nach, äußerst kruden 8mm und 16mm- Streifen, wobei ein Film namens „Lurid Woman“ auch tatsächlich als sein eigentlicher Debütfilm in seiner leider zu kurzen Filmografie auftaucht.
Mit „Basket Case“, der dann tatsächlich auf 16 mm- Material gedreht wurde, begann jedoch erst die eigentliche Karriere des jungen Henenlotter. Und das in mehrfacher Hinsicht, denn nicht nur, daß Produzent Edgar Ievins, der übrigens jeden weiteren Henenlotter- Film produzieren sollte, dem „freakigen jungen Mann“ erstmals die Chance gab, mit einem „fremden Budget“ einen Film auf die Beine zustellen, entwickelte sich der zunächst gar nicht so euphorisch aufgenommene „Low Budget“- Streifen, man spricht von um die 35000 Dollar, der zunächst nur in einer „weichgespülten“ Fassung in die Kinos wanderte und dort auch prompt durchfiel, zu einem wahren Kultklassiker des Untergrundkinos, wobei das überstrapazierte Wort „Kult“ hier tatsächlich angebracht ist. (Das 1984 aufgekommene neue Medium „VHS“, das von vielen Kritikern als „Todesstoß“ für die vielen Kinos der Welt gefürchtet wurde, tat sein Übriges und dank einer glücklichen Hand Henenlotters und eines riskanten Geschäfts, das glücklicherweise aufging, war damit zwar die steile Kinolaufbahn des Films gestoppt, gleichzeitig aber auch der endgültige Siegeszug des Films vor den heimischen Bildschirmen eröffnet.)
Zunächst nur als grob umrissene Vision im Kopf, dauerte es eine Weile, bis der doch relativ unerfahrene Henenlotter seine Ideen halbwegs ordnen und zu Papier bringen konnte.
Trotz einiger Detailmängel und in sich nicht ganz logischer, schlüssiger Punkte zählt die endliche, an sich recht simple Geschichte mit ihren kuriosen Figuren, die einem John Waters („Pink Flamingos“, „Female Trouble“, „Desperate Living“) alle Ehre machen, abstrusen Vertiefungen (Rückblenden) und insgesamt sehr kraftvollen Motiven zwischen purer Rache, Verständissuche und wahrer Liebe sicher zu den eigenwillig originellsten und bizarrsten der jüngeren Genrehistorie, wobei abseits des allgegenwärtigen Schwarzen Humors, der teilweise richtige „off- beat“- Qualitäten hat, und dem Hang zu exploitativer Unterhaltung, die bewußt die Grenzen des guten Geschmacks auslotet, keinesfalls der ernste, tiefgründige Aspekt der Handlung außen vor gelassen werden sollte.
Die Korruption der Gesellschaft, die Allgegenwärtigkeit von Prostitution (Drogen, sexuell und eben Korruption, die nur eine Form der Prostitution ist), die Ehrlichkeit und Offenheit, die sich markanterweise gerade in einer Prostituierten wiederfindet und natürlich das Verhältnis der Gesellschaft zu behinderten Kindern oder allgemein behinderten Personen sind Thematiken, die angerissen werden, wenn wohl auch nicht im Sinn eines philosophischen Exkurses vertieft. Dafür wäre ein Film wie dieser, im Grunde eigentlich auch ein Horrorfilm generell und an sich, die falsche Plattform. Stellung bezieht der Film und damit Henenlotter wohl kaum. Trotzalledem ist es signifikant, mit welcher optischen Spitzzüngigkeit Henenlotter hier zuwerke ging und sich nicht scheut, neben typischen „Low Budget“- Szenen und diesbezüglichen, teils wohl auch unvermeidbaren, Charakteristika sich auch ernsteren und durchaus emotional bedrückenden Passagen zu widmen, wahre Bruderliebe zu thematisieren, mit all ihren Höhen und Tiefen, wie Loyalität, Eifersucht und Verrat und diskussionswürdige Thematiken aufzugreifen. Wie steht man etwa zu den wütenden Ausbrüchen des Vaters, zu erleben in Rückblenden ? Wie zu seinen geäußerten Wünschen, Vorstellungen und allgemein zu seiner Einstellung seinem Sohn/Söhnen gegenüber ? Kann man seine Reaktionen nachvollziehen ? Ist es nicht verständlich, Duane ein normales Leben geben zu wollen ? Aber was ist mit Belial ? Und sollte man ihn und seine Eifersucht nicht auch verstehen ? Ist Duanes letztliches Verhalten nachvollziehbar ?
So ist der liebevoll detailierte Film durchaus nicht leicht zu verdauender Stoff, abseits der blutigen Effekte, und ist ebenso nebenher eine besondere Variante der Identitätsfindung, auch in der Gesellschaft, die so wohl nur tragisch enden kann.
Auch wenn man sich mitunter wünscht, der Mann, Henenlotter, hätte seinerzeit schon ein paar Dollar mehr zur Verfügung haben können, so ist es doch fraglich, ob man ihm und dem Film damit einen Gefallen getan hätte. Denn viele Details und gelungene Dinge sind wohl gerade aus diesem Mangel entstanden.
So ist es die durchgängig dreckige, ungeschliffene Atmosphäre, die einen Großteils des Reizes ausmacht und sogar die mitunter arg durchschaubaren und zum Teil an sich peinlichen Effekte funktionieren läßt. Nicht immer wandte Henenlotter nämlich die Technik an, Belial im „Off“ agieren zu lassen, mittels Ausleuchtung oder Schattierung, geschickten Schnittes, ebenfalls durch Henenlotter, sowie dank nur partieller Einbeziehung in das Zuschauersichtfeld dessen Animation vorzutäuschen oder diese zu kaschieren. Da gibt es ordentliche Handpuppen- Effekte und etwa auch einige kurze „Stop- Motion“- Kreationen zu sehen, die an sich nicht das Gelbe vom Ei sind, aber eben dank der allgemeinen Atmosphäre und Machart durchaus in das Bild passen. Sterile CGI- Animation möchte man sich stattdessen keinesfalls vorstellen müssen, würden sie doch die organische Wärme des Ganze, der Figuren und die Ausstrahlung des Gesamtproduktes, nur zerstören. Sogar aufwendige und „lebensnahe“ Modelle würden wohl den „unschuldigen“ Eindruck verwässern.
Etwas Dosierung hinsichtlich der großteils verhältnismäßig gut umgesetzten Blutspritz- Effekte, die von dem später recht ruhmreichen John Caglione Jr. und Kevin Haney kreiert wurden, wäre jedoch schon angebracht gewesen. Gut, für die ordentliche Animation Belials während seiner Attacken fehlte das Budget, wobei man sich aber keinesfalls wünscht, daß man es hier besser mit einer vom Computer animierten Kreatur zu tun haben mag, doch wirkt es mitunter etwas albern, wenn das Opfer sekundenlang mit einem starren Angreifer von der Größe eines verformten Medizinballs gen Kamera schreit und etwa auch die recht berühmte Szene, in der einer Ärztin durch Belial , im „Off“, mehrere Skalpelle ins Anlitz gestochen werden und diese mit der vollendeten Tatsache eine Nahaufnahme schreiend für mehrere Sekunden ziert, wurde doch etwas überstrapaziert. Hier und an einigen anderen Stellen wäre weniger sicher mehr gewesen. Die letztliche Widmung des Films, zu lesen im Abspann, an den Urvater des „splatter“- Films, Herschell Gordon Lewis, spielte dabei sicher eine Rolle, doch wirken Dinge wie diese und einige andere Bilder eher kolportagehaft und verzerren den Eindruck eines ernstzunehmenden, intelligenten Horrorfilms mit einer bizarren, schwer verdaulichen und durchdachten Geschichte leider ein wenig zu dem eines billigen, effekthaschenden und unflätigen Kloppers, dem das Ergebnis aber dank vieler anderer gelungener Passagen aus dem Weg gehen kann. Schon allein die gelungene Prä- Titel- Sequenz und der gesamte Anfangsteil, bei dem Henenlotter geschickt mit den Erwartungshaltungen des Zuschauers spielt und viel der Phantasie überläßt, sind großartig anzusehen und kontrastieren sich im Verlauf wunderbar mit den zum Teil wirklich brillant angelegten und harten Schock, so etwa dem ersten Erscheinen Belials oder den Sequenzen um die telepathische Verbindung, die während der „Stadtführung“ deutlich wird.
Signifikant ist dahingehend etwa auch die gen Schluß auftauchende Traumsequenz, die erstaunlich hypnotischen, ja fast poetischen Charakter besitzt.
Unerwähnt lassen darf man leider nicht die leiht unlogischen und unschlüssigen, da nicht näher erklärten oder als Tatsachen verkauften Einfälle des Drehbuchs. Auch wenn ein Film (oder auch Buch ) nicht alles erklären muß und durchaus Interpretationsmöglichkeiten geben darf, wobei ein vielschichtiger Beitrag dies sogar geben sollte, so muß doch zumindest eine Schlüssigkeit auf der logischen Ebene gegeben sein. (Es sei denn, es handelt sich um ein Produkt bewußt irrealen und unlogischen Charakters.)
Einen Großteil der Wirkung macht sicher auch die gelungene Musik von Gus Russo aus, dessen Filmografie lediglich noch die Musik zu Henenlotters Folgefilm „Brain Damage“/“Elmer“ ziert, wo er ebenfalls sehr gute Arbeit leistete. Die düsteren, verspielten aber gleichzeitig schlichten Klänge ergänzen sich hervorragend mit der an sich kargen und schnörkellosen Optik und vor allem das Schlußthema verkörpert die traurige Komponente der Geschichte passend.
Auf der Darstellerseite muß man sich, wie schon angedeutet, auf einiges gefaßt machen. Die nahezu Henenlotter- spezifischen und bis dato ohnehin konsequent unbekannten Protagonisten spielten ihre Rollen nämlich zwischen teils geradezu gekonntem Realismus, beinhartem Overacting und hervorragender Inkompetenz, wobei nahezu alle Facetten abgedeckt wären.
Auf Video erschien der Film in Deutschland bei „All Video“ zunächst ungekürzt. Im Zuge der italienischen Zombiefilm- Schwemme beziehungsweise der heimischen diesbezüglichen Zensurwelle Anfang der Achziger Jahre geriet allerdings auch dieser Film ins Augenmerk der FSK und wurde vom Markt genommen. Später erschien dann eine entsprechend bearbeitete Neuauflage bei „Starlight“ in der „Labelserie“ „Splatter“ (frei ab 18 Jahren), in der dann übrigens auch die beiden Fortsetzungen erschienen.
Fazit
Ein einflußreicher und innovativer, sicher auch nicht immer geschmackssicherer, aber insgesamt anerkennenswerter Klassiker des blutigen US- Horrors der frühen 80er Jahre, der in der Genregeschichte einen festen Platz einnimmt.