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Duane Bradley (Typ biederer Bravbub) hatte eine schwere Kindheit und auch jetzt ist sein Leben ein einziger Trümmerhaufen. Er kam als siamesischer Zwilling auf die Welt und die Mutter starb bei der Geburt. Wie wenn das noch nicht hart genug wäre, hängt sein Bruder, welcher eine Missbildung ist, aus seiner Seite heraus. Unfreiwellig soll Belial (Typ Torso mit Armen), der missgebildete Bruder, operativ entfernt werden, was beide aber nicht wollen, doch für den Vater steht es fest. Nach einer Operation wird Belial einfach weggeworfen, wie ein totes Tier. Doch er ist nicht tot und so wachsen beide zusammen auf. Als die beiden älter sind, ziehen sie los, um die damaligen Ärzte zu töten, um sich so zu rächen...

Eins steht fest, für die Geschichte des Jungen aus dem Körbchen sollte man eine gewisse Trashverträglichkeit besitzen. Die Story ist skuril, alles andere als logisch, aber wenigstens von der originellen Sorte. Wer auf schräge Filme steht wird hier jedenfalls besetens bedient. Allein die Puppe die Belial darstellen soll, sieht aus wie eine verunglücktes Versuchsobjekt, das man aus den Mülleimern der Muppet Show geklaut hat und eher zum grinsen denn zum gruseln anregt. Für das Mikrobudget das zur Verfügung stand waren natürlich keine namhaften Schauspieler verfügbar, aber die engagierten NoNames machen ihre Sache ganz ordentlich (wenn man dem Film glauben darf besteht New York ausschließlich aus neurotischen Nervensägen oder sonstwie schrägen Charakteren, Normalos sucht man vergebens). Immerhin konnte der Charme des Films zwei Sequels nach sich ziehen.
Basket Case gibts Teil 1 bis 3 in einer preiswerten Collectors Edition für kleines Geld. Leider sind Bild und Ton von der gewohnt gefürchteten Best Entertainment Qualität, also verrauscht und verzerrt.
Insgesamt bleibt ein recht netter Film, mit einer originelleren Idee, dazu ein Schuß Drama, ein Hauch Comedy. Jedermanns Sache dürfte BC aber nicht sein, Trashfestigkeit ist eine Grundvorraussetzung.
6/10

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