Review

iHaveCNit: Jurassic World – Ein neues Zeitalter (2022) – Colin Trevorrow – Universal
Deutscher Kinostart: 08.06.2022
gesehen am 08.06.2022 in Dolby Atmos 3D
Kinopolis Main-Taunus-Zentrum – Kino 1 – Reihe 8, Platz 15 – 20:30 Uhr

Vor knapp 30 Jahren hat Steven Spielbergs Verfilmung des Romans von Michael Crichton quasi Filmgeschichte geschrieben und Generationen von Kinogängern und Dinofans begeistert und beeinflusst. Da kam es auch nicht von ungefähr, dass in den Zeiten heutiger Blockbusterproduktionen auch eine Fortsetzung der Filmreihe mit „Jurassic World“ im Jahre 2015 gestartet ist. Hier haben mir die ersten beiden Teile relativ gut gefallen, so dass ich gespannt war, ob das Finale – auch im Hinblick seines Themas und Wiederkehrer – ein würdiges ist.

Einige Jahre, nachdem die Isla Nublar zerstört und die Dinosaurier ihren Weg in die Gesellschaft gefunden haben, haben sich Owen Grady, Claire Dearing und Maisie Lockwood sowie der Velociraptor Blue in den Wäldern Sierra Nevadas zurückgezogen. Blue ist mittlerweile Mutter eines jungen Raptors geworden. Sowohl Maisie als auch Blues Babyraptor geraten in den Fokus des Unternehmers und Wissenschaftlers Lewis Dodgson, der in einer Zuflucht in den Dolomiten seine Forschungseinrichtung Biosyne errichtet hat. Maisie und Blue werden entführt, womit Owen und Claire dazu gezwungen sind, die Jagd aufzunehmen. Zeitgleich sind genetisch veränderte Heuschrecken dabei, die gesamte Ernte von Bundesstaaten zu vernichten. Die Wissenschaftlerin Ellie Sattler geht dieser Spur nach und ruft ihren alten Freund Alan Grant zur Hilfe, denn die Spur führt ebenfalls zu Biosyne und dem weiteren alten Bekannten Ian Malcolm, der aktuell dort referiert.

Der Plot insgesamt von „Dominion“, wie der Film im Original heißt, ist natürlich sehr überladen und „convuluted“, wie man in den USA sagen würde. Es ist zwar schön, dass hier jeder quasi im Rahmen des Plots eine Aufgabe bekommt und quasi mehr oder weniger da ist, aber das Problem ist hier, dass die Handlung von Ort zu Ort springt und der Cast beziehungsweise die Charaktere bis auf wenige Momente nur für sich alleine Aufgaben zu bewältigen haben und somit alles eben parallel und isoliert voneinander nebenherläuft und die Interaktionen des Casts und der Charaktere auf ein Minimum reduziert werden. Das Action-Abenteuer hat streckenweise durchaus actionreiche und rasante Phasen, die er aber nicht ganz halten kann. Insgesamt war hier für mich auch mehr vom Gleichen statt noch etwas neues zu bieten. Hier ist insgesamt auch sehr viel Potential verschenkt – angefangen von der Beteiligung der alten Gesichter von Sam Neill, Laura Dern und Jeff Goldblum sowie auch der Dino-Action, was dem dritten Teil und dem Finale weniger gut tut. An dieser Stelle bleibt für mich auch nicht mehr viel zu sagen, bis auf natürlich, dass der Film einen relativ oberflächlichen, gesellschaftskritischen Kommentar auf den Umgang des Menschen mit der Um- und Tierwelt noch beinhaltet.

„Jurassic World – Ein neues Zeitalter“ – My First Look – 6/10 Punkte.

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