Originell ist das Theater um den unbekannten Schlitzer, der wahllos einem nach der anderen dezimiert, überhaupt nicht mehr. Da es sich aber um eine kleine Independentproduktion von Dave B. handelt, kann und muss man als Zuschauer einige Augen zu drücken, was in der Vergangenheit durchaus schwer viel, hier aber leichter von statten geht, denn der Streifen unterhält recht passabel, kann mit einer Handvoll Gore begeistern und ist recht kurzweilig inszeniert. Es haben sich natürlich die typischen Längen (bei den Dialogen, in den Abläufen & bei den Kameraeinstellungen) eingeschlichen, auf die Dave einfach nicht verzichten kann. Der ehemalige Hochzeitsfilmer muss immer länger verweilen als dem Gorehound lieb ist, und vergeigt oft damit die Suspense, weil er mit seiner unangepassten Überdramatik, die eigentlich eher schon fast lächerlich ist, punkten will. Dass er sich dabei ironisch selbst feiert, indem er Poster von seinem Film "Paranormal Demons" im Eingang des Theaters aufhängt, Requisiten und Verweise seiner Filme auffährt plus einen albernen Cameo abgibt, mag ja nett sein, für den großen, deutschen Genrebeitrag hat es dennoch wieder nicht gereicht. Aber immerhin steigert er sich und die Produktion ist solide, ordentlich und hat trotz ihrer offensichtlichen Macken gute Stellen, die Genrefans zufrieden stellen werden. Für 25.000 Euro bekommt man eine kleine, angepasste Show, die sich gerne den Großen gegenüber beweisen möchte, aber viel zu viel in seiner verspielten Narrative zitiert, es fehlt dabei oft der Mut, die Entschlossenheit und die nötigen Eier, es auch mal ordentlich krachen zu lassen. Dennoch nicht übel. PS: aus Vermarktungsgründen entschied man sich für ein hässliches, alternatives Blu ray - Cover mit dem Aufdruck "Der Wolf und die sieben Geißlein" und FSK18-Logo, obwohl eigentlich ab FSK16.