Der Film ist einer der letzten 'commedia sexy all'italiana', die man noch bis anfangs der 80er Jahre gedreht hatte und dann mangels Erfolg aus der Bildfläche verschwanden. In den 90er Jahren wurde zwar versucht das Genre mit ein paar neuen Werken neu zu beleben, aber es nützte nichts mehr. Das Publikum war ein anderes geworden und das Fernsehen brachte schon längstens Sachen, die weitaus freizüger waren. Diese Filme waren somit aus heutigem Blickwinkel schon fast bieder.
Aber genau diese Zurückhaltung macht meines Erachtens den Charme dieser Filme aus. Es war eine Zeit, wo ein nackter Busen die Leute im Saal aufspringen liess (etwas übertrieben gesagt). Und zudem hatten sie meistens wirklich gute Darstellerinnen und Darsteller zu bieten.
"La liceale..." bietet inhaltlich zwar Standartkost, dafür punktet er mit Marisa Mell und Sabrina Siani. Vitali und Montagnani sind sowieso wieder von der Partie und machen ihr gewohntes Spiel. Diesmal als Entführer, die Lösegeld erpressen wollen. Dies geht natürlich schief. Unter anderem sind die beiden oben genannten Darstellerinnen Opfer der beiden.
Nebenbei gibt es die gewohnte Verwechslung mit einer falschen Nonne, die auch ihre Hüllen fallen lässt und einer Militärtruppe, die zum Beispiel nachdem sie einen Befehl nicht strikte befolgt haben, als Strafe russisches Roulette spielen müssen!
Girolami ist kein Laurenti oder Tarantini, trotzdem gut geniessbar (7/10).