Achtung: Spoileralarm!
Die zweite Staffel knüpft nahtlos an den Charme der ersten an und schafft es, den Humor mit emotionalen Momenten geschickt zu verweben. Die Mischung aus albernen Geisterspielchen, cleverem Wortwitz und überraschend tiefen Charaktermomenten sorgt dafür, dass man als Zuschauer sowohl lacht als auch mitfühlt. Besonders die großen Handlungsbögen – wie das Rätsel um Albertas Mord, Isaacs vorsichtige Liebesgeschichte mit Nigel und Thorfinns unerwartet weiches Herz – geben der Staffel eine schöne Struktur.
Es gibt wieder viele herrlich absurde Einzelepisoden, die mit kreativen Twists glänzen, aber auch Folgen, die berührend sind und die Figuren weiterentwickeln. Dabei fällt auf, dass die Serie trotz des großen Ensembles kaum jemanden zu kurz kommen lässt – jeder Geist bekommt mindestens einen Moment im Rampenlicht.
Kleine Schwächen gibt es in Form von leicht vorhersehbaren Konflikten, die manchmal zu schnell gelöst werden, und ein, zwei Nebenplots, die etwas wie Füllmaterial wirken. Dennoch bleibt das Tempo hoch, der Humor treffsicher, und das Finale mit dem offenen „Wer-ist-weitergezogen?“-Cliffhanger macht definitiv Lust auf mehr.
Fazit: Staffel 2 festigt den Status der Serie als warmherzige, leicht chaotische Wohlfühlkomödie mit Mystery-Elementen. Sie liefert genug Lacher und Emotionen, um die 8 von 10 locker zu rechtfertigen – und macht klar: Im Woodstone Manor wird es nie langweilig.