Inhaltsangabe

von eltopo

Eine bessere Film-Dokumentation der ersten 50 ...

... Jahre Jazzgeschichte gibt es derzeit nicht. Ken Burns zwölfzeilige Fernsehserie hatte zwar zur Jahrtausendwende für heiße Debatten gesorgt, doch nachdem sich die Gemüter etwas beruhigt haben, bleibt nur eins: ein dickes Lob. Für zwölf Folgen von je etwa einer Stunde Spieldauer trug der amerikanische Filmemacher Ausschnitte aus Filmen, historischen Interviews und Konzerten zusammen, koppelte sie mit Straßenszenen, Fotos aus Klubs und aktuellen Interviews und entwarf so ein faszinierendes, appetitanregendes und informatives Bild der Jazzentwicklung bis zu Free Jazz und Fusion.

Schade, dass die Darstellung hier abbricht - aber ab diesem Zeitpunkt spaltet sich die Jazzgeschichte in Teilgeschichten verschiedener parallel existierender Stile auf. Zu verfolgen, wie sich der Jazz ab 1970 entwickelte, wie der Einfluss klassischer Musik stieg, wie sich der Mainstream weiter entwickelte, wie sich in Europa Sonderentwicklungen Bahn brachen, wie Weltmusik für neue Veränderungen sorgte und der swingende Jazz ein Revival feierte, wäre eine lohnende Aufgabe für zehn weitere Folgen.

Wer andererseits erfahren möchte, welche Leistung Musiker wie Duke Ellington, Louis Armstrong oder Fletcher Henderson vollbracht haben und wie Benny Goodman dem Swing wesentliche Impulse verlieh, der erhält unermesslich viele Informationen und Anregungen zur eigenen Weiterbeschäftigung mit dem Thema.


Quelle: rondomagazin.de


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