Inhalt:
China anfangs des 13. Jahrhunderts..., die Mongolen schicken sich an, das Reich der Mitte zu erobern. Die Sung-Dynastie ist massiv bedroht..., der Kaiser ist tot, und seine Söhne sind, bis auf einen, schwach und unfähig.
Dieser eine Sohn ist Prinz Kang (Yau Lung)..., und die mit den Mongolen kooperierende nördliche Yin-Dynastie unter ihrem Kaiser (Chen Hsing) und dessen Schergen Man Tien (Ku Feng), hat diesen Prinzen in ihrer Gewalt!
Der Patriot Pao Ting Tien (Ti Lung) will mit seinen wenigen getreuen Kämpfern den Prinzen befreien. Doch zunächst gilt es, die vor ihrer Hinrichtung durch die Mongolen stehenden Mitstreiter, unter ihnen der Held Gao Shun (Wang Chung), zu retten!
Es gelingt Pao und seinen Männern, wenigstens Gao vor der Hinrichtung zu bewahren!
Und Gao weiß auch, wo Prinz Kang gefangen gehalten wird! Nur über eine völlig marode Brücke, deren Holz verfault ist, ist das Verließ des Prinzen erreichbar...., es erscheint unmöglich diese Festung der Jin, in der das Verließ untergebracht ist, zu erreichen, ohne rettungslos in eine tiefe Schlucht zu stürzen!
Die Getreuen entsinnen sich eines Mannes, dem es gelingen könnte, die Brücke zu überwinden..., Yian Lü Yan (Stanley Fung), einst ein Verbrecher, jetzt Händler.
Doch auch die Gegenseite unter dem Schergen "Feuer-Drache" Lui (Cheung Chak-Lam) will Yian für sich gewinnen...., und dann taucht auch noch der ehemalige Mitschüler Yian´s, "Little bat" Siang (David Chiang) auf, der überwachen soll, dass Yian den rechten Weg einhält.
Yian will mit den Jin kooperieren, und wird, als Pao diesen aufsucht, von "Little bat" getötet! Ebenso der "Feuer-Drache", dessen ihn ausweisendes Abzeichen "Little bat" in die Hände fällt.
"Little bat" will nunmehr, Pao und seine Kämpfer zum Verließ des Prinzen führen, und die Brücke überwinden....
Als dies gelingt, und man zum Prinzen durch eine von "Little bat" eingefädelte List, bei der sich Gao selbstlos opfert, vordringen konnte, steht für "Little bat" und Pao ein mörderischer Show-Down gegen ihre Feinde bevor.......
Fazit:
"Die tödlichen Zwei" ist ein sehr einfach strukturierter, sehr blutiger Eastern-Actioner den Shaw-Legende Chang Cheh für diese Studios bereits im Jahre 1971 in Szene setzte.
Dieser Film hat keine großen Ambitionen, gleichwohl die Ausstattung schon ziemlich üppig, die Atmosphäre für einen gelungenen Abenteuer-Streifen gegeben ist..., er will unterhalten, und Chang Cheh will an kernige, rohe und blutige Metzeleien ran, was man dem Streifen in jeder Minute vielleicht all zu sehr anmerkt! Aber mir gefiel´s!
Gleich zum Anfang, kaum 1-2 Minuten nach dem Vorspann gibt es ein mehrminütiges roh-blutiges Gemetzel, als es für Ti Lung und seine Männer gilt, Wang Chung vor seiner Hinrichtung (dessen Männer werden vorab an Pfählen gebunden blutig und brutal getötet, das wird natürlich auch noch gezeigt) zu bewahren. Da wird die Intention der Regie schon vorab klar deutlich..., Chang Cheh will seinen Blutrausch ausleben!
Dann baut Chang Cheh diese simple, fast etwas hanebüchene Story um die Befreiung eines Sung-Prinzen (der kaum mal gezeigt wird) auf..., Ti Lung wird als Character kaum ausgeleuchtet...., die Regie hetzt etwas durch den Plot..., nach 27 Minuten erst kommt David Chiang ins Bild, und alles mündet denn in ein blutiges Metzel-Finale mit reichlichst heroic bloodshed!
Aber was will man erwarten...? Chang Cheh ist doch kein Seelsorger, der einem bei einer Tasse Kaffee Barmherzigkeit predigt.
Er war ein Eastern-Regisseur, der blutige Epen kreierte, und keine Kaffee-Kränzchen. Natürlich hat "The deadly duo" auch inszinatorische Schwächen, einen Plot der konstruiert erscheint, und viel unrealistisch und daher dumm anmutenden Aufopferungs-Geist, gerade als es gilt eine marode Brücke zu überwinden.
Ich dachte allerdings kaum darüber während der Betrachtung nach..., ich freute mich eher auf die kernige Action, die sehr offensichtlich zu erwarten war, und dann auch kam, und das nicht zu knapp!
Chang Cheh drehte hier kaum im Studio..., er geht raus, braucht Platz für seine Metzeleien, und vieles spielt am Meer, was noch zusätzlich Atmosphäre bringt..., und der Streifen bietet interessante Hintergründe, mit Gewässern, Bergen und Inselchen.
Ti Lung und David Chiang agieren ab einer guten halben Stunde kongenial als Duo..., hier wird dann der Streifen zum echten "Iron triangle"-Film...., Ti Lung verbissen und darauf aus, die Mongolen rauszuschmeißen..., David eher etwas zynisch. Mir gefiel ihre Darstellung insgesamt.
"Die tödlichen Zwei" ist natürlich nicht der Eastern-Weisheit letzter Schluss..., dafür ist er vielleicht zu einfach gestrickt, fehlt Ambition und die große Geschichte. Aber es ist immer noch gediegenes, actiongeladenes, unterhaltendes Eastern-Handwerk, mit einem Schuss Abenteuer-Atmosphäre und reichlichst bloodshed!
Dafür sind knappe aber solide 7/10 Punkte der verdiente Lohn.